Gesundheitsversorgung mit Impact

Die Maisha Mema Foundation betreibt seit 2016 eine Krankenstation in der abgelegenen tansanischen Region Kibanga. Rund 40 Mitarbeitende versorgen Patientinnen und Patienten aus 15 Dörfern, mit Labor, Apotheke, Augenklinik und Hausbesuchen. Im zweiten Quartal wurden 1240 Menschen behandelt; häufigste Diagnosen: Malaria, Harnwegsinfektionen und Bluthochdruck.

Hoher Bedarf, knappe Mittel

Beat Lohner berichtet: „In sechs Stunden wurden 140 Personen behandelt. Die Menschen sind bereits eine Stunde vor Beginn dort und warten.“ Wer kein Geld hat, wird kostenlos behandelt. Dennoch finanziert die Station erst 25 Prozent ihres täglichen Betriebs selbst; Spenden bleiben zentral.

Wasser und Avocadoöl als Next Step

Ein Meilenstein ist gefiltertes Trinkwasser aus einer Station mit vier Hähnen. Künftig soll Avocadoöl aus regionalen Ernteüberschüssen zusätzliche Einnahmen generieren.

Gesundheit als Kostenfalle

Die Krankenkasse kostet rund 150 Franken, bei Monatseinkommen von oft 40 Franken. „Um in einem Krankheitsfall für die Gesundheitskosten aufzukommen, verkaufen die meisten ihr Land.“ Das nächste Spital liegt 200 Kilometer entfernt.

Zum Originalartikel