Newsblog zum Krieg in Nahost

Kushner trifft Hamas-Vertreter in Ägypten

Aktualisiert am 16.08.2026 – 19:34 UhrLesedauer: 16 Min.

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US-Unterhändler Jared Kushner: Er wird nach Israel weiterreisen zu Gesprächen mit Ministerpräsident Netanjahu. (Quelle: IMAGO/dts Nachrichtenagentur/imago)

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Bewegung im Ringen um Gaza? Der Iran nimmt einzelne US-Soldaten ins Visier. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Kushner trifft Hamas-Vertreter in Ägypten

Jared Kushner, US-Unterhändler und Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, hat in Ägypten Gespräche über die Zukunft des Gazastreifens geführt. Er traf in El Alamein den ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi, auch der Außenminister Badr Abdel-Atti und Geheimdienstchef Hassan Raschad seien zugegen gewesen.

Kushner werde in Ägypten zudem eine Hamas-Delegation treffen, verlautete aus Kreisen der islamistischen Terrororganisation. Die Zusammenkunft sei vom ägyptischen Geheimdienst vermittelt worden. Anschließend reise Kushner weiter zu Gesprächen nach Israel. Er wolle dort Ministerpräsident Benjamin Netanjahu treffen.

Dieser hatte vorige Woche gesagt, Israel lehne den Fahrplan des „Board of Peace“ für den Gazastreifen ab. „Die israelische Armee wird keinerlei Abzug vollziehen, bis die Hamas entwaffnet ist“, sagte Netanjahu. Außerdem bekräftigte der Regierungschef seine Ablehnung eines unabhängigen palästinensischen Staates. Der ranghohe Hamas-Vertreter Bassem Naim sagte dagegen, die Hamas bleibe dem Gaza-Fahrplan verpflichtet.

Israel meldet Tötung von Hisbollah-Kommandeur im Südlibanon

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben einen ranghohen Kommandeur der libanesischen Hisbollah-Miliz gezielt getötet. Der Befehlshaber sei am Samstag bei einem Angriff in Deir al-Sahrani im Südlibanon getroffen worden. Aus dem Ort waren nach offiziellen libanesischen Angaben vier Tote und 17 Verletzte gemeldet worden. Von der Hisbollah gab es zunächst keine offizielle Mitteilung zur Tötung des Kommandeurs.

Nach Darstellung der israelischen Armee handelte es sich bei dem Angriff um eine „Reaktion auf Einsätze der Hisbollah gegen israelische Soldaten in der Sicherheitszone“. Bei dem Angriff einer mit Sprengstoff beladenen Drohne seien am Ali-al-Taher-Pass drei israelische Soldaten schwer verletzt worden. Der getötete Kommandeur sei in der Vergangenheit an mehreren Angriffen auf israelische Soldaten beteiligt gewesen, darunter mit Sprengstoffdrohnen, hieß es. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Insgesamt waren am Samstag bei zwei israelischen Luftangriffen im Südlibanon nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Beirut mindestens elf Menschen getötet und 19 verletzt worden. Der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam erklärte auf X, es handele sich bei den Angriffen um eine „äußerst ernste Angelegenheit“, die Bemühungen zur Stabilisierung untergrabe.

Iran setzt Kopfgeld auf US-Soldaten aus

Die iranische Armee setzt nach einem Bericht des Nachrichtenportals Avash ein Kopfgeld von umgerechnet 25.000 Euro für jeden getöteten oder gefangen genommenen US-Soldaten aus. Demnach verdoppelt sich die Summe, wenn Frauen amerikanische Soldaten festnehmen oder töten. Das Kopfgeld sei vom Oberbefehlshaber der regulären iranischen Armee, Amir Hatami, ausgelobt worden.