Der jüngste Angriff auf ein Schiff der Abu Dhabi National Oil Corporation (ADNOC) aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) bei der Durchfahrt der Straße von Hormuz gibt Anlass zur Sorge über die Treibstoffversorgung und die Kosten in afrikanischen Ländern, die auf Ölimporte aus der Golfregion angewiesen sind.

Nach Angaben der Vereinigten Arabischen Emirate ereignete sich der Vorfall am 14. August und forderte keine Opfer. Die Abu Dhabi National Oil Corporation (ADNOC) erklärte, die Lage sei unter Kontrolle. Dies ist der dritte Vorfall mit Schiffen des Konzerns innerhalb von weniger als einer Woche.

Die Straße von Hormus ist eine strategisch wichtige Energieschifffahrtsroute, die den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und dem Arabischen Meer verbindet. Bis 2025 werden täglich etwa 20 Millionen Barrel Rohöl und Erdölprodukte diese Route passieren, was etwa 25 % des weltweiten Seetransportvolumens von Erdöl entspricht.

Anhaltende Instabilität in Hormuz könnte afrikanische Länder, die Benzin, Diesel, Flugbenzin und Erdgas aus der Golfregion importieren, unmittelbar betreffen. Selbst bei ununterbrochener Versorgung könnten die Risiken für Tanker die Transport- und Versicherungskosten in die Höhe treiben, was sich wiederum auf die Kraftstoffpreise in den Importmärkten auswirken würde.

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Der Grad der Abhängigkeit afrikanischer Länder vom Öltransport durch die Hormuz-Pipeline ist sehr unterschiedlich. Laut Angaben der Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung (UNCTAD) deckten Lieferungen über diese Route einst 99 % der Ölimporte der Seychellen, 61,5 % Ugandas, 58,3 % von Mauritius, 56 % Tansanias und 44,7 % Sambias ab. Auch Mosambik, Malawi, Senegal und Kap Verde gehören zu den Ländern, die stark betroffen sind.

Binnenländer wie Uganda, Sambia und Malawi könnten stärker unter Druck geraten, da importierter Treibstoff weiterhin von den Seehäfen ins Landesinnere transportiert werden muss. Für Inselstaaten wie die Seychellen und Mauritius könnten steigende Treibstoffkosten Auswirkungen auf Luftfahrt, Schifffahrt und Tourismus haben.

Sollte die Instabilität anhalten und die Ölpreise stark steigen, könnten Importländer mit höheren Treibstoffkosten, steigender Inflation und einer Belastung ihrer Devisenreserven konfrontiert werden. Steigende Transport- und Stromerzeugungskosten könnten sich zudem auf die Lebensmittelpreise und die Produktion auswirken.

Afrikanische Rohöl exportierende Länder wie Nigeria, Angola und Libyen dürften unterdessen von steigenden Ölpreisen durch Exporterlöse profitieren. Dieser Vorteil könnte jedoch begrenzt sein, da einige Länder weiterhin auf den Import von raffinierten Ölprodukten angewiesen sind.

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Die jüngsten Entwicklungen in Hormuz setzen die Energiesicherheit Afrikas daher zusätzlich unter Druck, da viele Volkswirtschaften des Kontinents weiterhin stark von importierten Brennstoffen abhängig sind.

Quelle: https://www.vietnamplus.vn/tan-cong-tau-dau-tai-hormuz-lam-gia-tang-suc-ep-nhien-lieu-doi-voi-chau-phi-post1130581.vnp