Laut der Nachrichtenagentur Anadolu gehen aus den am 16. August vom Gesundheitsministerium der Demokratischen Republik Kongo veröffentlichten Zahlen hervor, dass der aktuelle Ebola-Ausbruch 2.325 Todesopfer bei 4.945 bestätigten Fällen gefordert hat, was einer Sterblichkeitsrate von etwa 47 % entspricht.
Die Zahl der Todesopfer hat die 2.299 Todesfälle des Ausbruchs von 2018-2020 im Osten des Kongo übertroffen, womit der aktuelle Ausbruch der tödlichste Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo ist.
Der aktuelle Ausbruch wurde am 15. Mai von der Demokratischen Republik Kongo offiziell erklärt und ist der 17. Fall des Ebola-Virus im Land seit seiner ersten Entdeckung im Jahr 1976. Der Ausbruch hat sich auf 55 Gesundheitsgebiete in sechs Provinzen ausgebreitet: Ituri, Nord-Kivu, Haut-Uele, Tshopo, Süd-Kivu und Bas-Uele.
Ituri ist derzeit das Epizentrum des Ausbruchs, und die Infektionen halten an. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehört das Virus, das diesen Ausbruch verursacht, zum Bundibugyo-Stamm. Für diesen Stamm gibt es derzeit weder einen zugelassenen Impfstoff noch eine spezifische Behandlung.
Die WHO schätzt, dass sich der aktuelle Ausbruch in einem beispiellosen Tempo ausbreitet. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus erklärte vergangene Woche auf einer Pressekonferenz in Genf, Schweiz, dass dies bereits der zweitgrößte jemals weltweit registrierte Ebola-Ausbruch sei und Gefahr laufe, den westafrikanischen Ausbruch von 2014–2016 zu übertreffen, der mit mehr als 28.600 Fällen als der schwerwiegendste gilt.
Letzte Woche warnte Tom Fletcher, Leiter der humanitären Organisation der Vereinten Nationen, dass die derzeitige Ausbreitungsrate besonders besorgniserregend sei, da es durchschnittlich alle 30 Minuten einen Todesfall gebe.
Ebola ist eine Viruserkrankung, die durch direkten Kontakt mit dem Blut oder anderen Körperflüssigkeiten einer infizierten Person übertragen werden kann. Aufgrund der hohen Sterblichkeitsrate und der raschen Ausbreitung stellen Ebola-Ausbrüche oft eine erhebliche Belastung für die Gesundheitssysteme dar, insbesondere in ressourcenarmen Gebieten.
Quelle: https://baoquocte.vn/chdc-congo-trai-qua-dot-bung-phat-dich-ebola-gay-tu-vong-nhieu-nhat-lich-su-quoc-gia-trung-phi-432717.html