Im kamerunischen Goldbergwerk Zamboi an der Grenze zur Zentralafrikanischen Republik kam es am Dienstag zu einem schweren Bergbau-Unglück. Bei einem Erdrutsch wurden über 100 Menschen getötet. Noch immer sind viele Bergarbeiter verschüttet.

Publiziert: 09:31 Uhr

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Aktualisiert: 12:47 Uhr

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Mindestens 107 Tote bei Erdrutsch im Goldbergwerk Zamboi in KamerunInstabile Erde und gefährliche ArbeitsbedingungenRund um Garoua-Boulaï operieren viele illegale Minen ohne SchutzmassnahmenSandra_Marschner_Praktikantin News_Ringier Blick_1-Bearbeitet.jpg

Sandra MarschnerRedaktorin News-Desk

Horror im Osten Kameruns: Bei einem Erdrutsch im Goldbergwerk Zamboi haben am Dienstag nach derzeitigem Stand mindestens 107 Menschen ihr Leben verloren. Das berichten lokale Medien. Der Einsturz ereignete sich gegen 14 Uhr in dem Bergwerk nahe des Ortes Garoua-Boulaï, an der Grenze zur Zentralafrikanischen Republik.

Noch immer seien viele Menschen verschüttet, erklärte der Bürgermeister von Garoua-Boulaï, Amadou Abdon, gegenüber dem Sender Télé’Asu. Die Zahl der Todesopfer wird deshalb voraussichtlich noch steigen. Die Rettungskräfte sind weiterhin vor Ort.

Lebensgefährliche Arbeitsbedingungen

Berichten zufolge ist die Erde in den Abbaugebieten der Ostregion (wie in Batouri oder nahe Garoua-Boulaï) extrem instabil. Unfälle durch Erdrutsche kommen daher regelmässig vor.

Auch werden viele Goldminen illegal betrieben. Arbeiter finden sich dabei – oft ohne Schutzkleidung – hochgiftigem Quecksilber ausgesetzt, das zum Herauslösen des Golds aus dem Gestein eingesetzt wird.