Der US-Journalist José Alberto Suárez gehört zu den sieben Todesopfern eines Hubschrauberabsturzes im Norden Kenias. Suárez leitete mehrere TV-Sender des spanischsprachigen US-Netzwerks Telemundo, das zum Medienkonzern NBC Universal gehört. NBC Universal bestätigte seinen Tod am Mittwoch. Insgesamt kamen nach Angaben der zivilen Luftfahrtbehörde Kenias sieben Menschen ums Leben, der Pilot und sechs Passagiere.
Der Helikopter sei auf dem Weg von der Loisaba Conservancy, einem privaten Wildschutzgebiet mit Safari-Unterkünften im Norden Kenias, in das Gebiet Ewaso Nyiro im Bezirk Samburu in unwegsamem Gelände am Fuß des Berges Ololokwe abgestürzt, berichteten örtliche Medien.
Der Polizeichef im Bezirk Samburu, David Nkoroi, bestätigte sieben Todesopfer, machte aber keine Angaben zu ihren Identitäten. Das kenianische Unternehmen Lady Lori Helicopters, dem der Helikopter gehörte, teilte mit, Gäste eines Safari-Anbieters seien damit auf einem Charterflug gewesen.
Der kenianische Safari-Anbieter Tropic Air entsandte nach eigenen Angaben zwei eigene Hubschrauber zur Unterstützung des Such- und Rettungseinsatzes. Auch das Rote Kreuz in Kenia war beteiligt.
Bei der verunglückten Maschine handelte es sich nach Angaben der Luftfahrtbehörde um einen Eurocopter EC130 B4. Das Modell kann bis zu sieben Passagiere befördern, war also voll besetzt.
In Kenia kam es zuletzt vermehrt zu Hubschrauberabstürzen. Das Land verfügt über eine florierende Tourismusbranche, die auf einheimische Fluggesellschaften angewiesen ist, um Besucher zu abgelegenen Zielen wie dem Mount Ololokwe zu befördern. Im Februar waren bei einem Hubschrauberabsturz in einer hügeligen Region im Westen Kenias sechs Menschen ums Leben gekommen, darunter ein Abgeordneter.