Eine Hotelanlage in Tunesien. (Symbolbild)

Eine Hotelanlage in Tunesien. (Symbolbild)

picture alliance / dpa | Hannibal Hanschke

Ein Autor von „Travelbook“ lehnt All-inclusive-Urlaube ab und sieht mehr Nachteile als Vorteile.
Er kritisiert überfüllte Hotels, starken Lärm und das Verhalten von Gästen, die exzessiv trinken.
In Tunesien und Ägypten sah er kaum etwas vom Land, weil der Urlaub fast nur im Resort stattfand.

Ein Autor von „Travelbook“, (gehört wie BUSINESS INSIDER zu Axel Springer), der in der Vergangenheit selbst mehrfach All-inclusive-Urlaub gemacht hat, hat mit dem Konzept inzwischen vollständig abgeschlossen. In einem Meinungsbeitrag erklärt er, warum er sich heute bewusst gegen diese Form des Reisens entscheidet. Aus seiner Sicht überwiegen die Nachteile, obwohl er nachvollziehen kann, warum viele Urlauber die Rundum-sorglos-Pakete schätzen.

Besonders kritisch sieht der Autor die großen Hotelanlagen, in denen sich während der Hauptsaison Tausende Gäste auf engem Raum drängen. Statt Erholung verbinde er All-inclusive heute vor allem mit überfüllten Poollandschaften, langen Warteschlangen und einem hohen Lärmpegel. Die Massen an Menschen seien für ihn inzwischen eher Stressfaktor als Urlaubsgefühl.

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Ein weiterer Punkt ist das Verhalten mancher Urlauber. Nach Ansicht des Autors nutzen nicht wenige Gäste das unbegrenzte Angebot an Essen und Getränken aus, wobei insbesondere der hohe Alkoholkonsum negativ auffalle. Er beschreibt eine Kultur, in der sich manche Urlauber täglich zum Trinken verabreden und einen Großteil ihrer Reise innerhalb der Hotelanlage verbringen.

Kaum etwas vom Reiseland gesehen

Am stärksten stört ihn jedoch, dass All-inclusive-Reisen Reisende häufig vom eigentlichen Reiseziel abschotten. Als Beispiel nennt er eigene frühere Aufenthalte in Tunesien und Ägypten. Er habe von den Ländern selbst kaum etwas gesehen, weil sich der Aufenthalt nahezu ausschließlich auf das Resort beschränkt habe. Rückblickend seien ihm eher Hotelanlagen, Pools und Freizeitangebote in Erinnerung geblieben als Kultur, Menschen oder Landschaften vor Ort.

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Trotz seiner Kritik betont der Autor, dass All-inclusive für viele Reisende weiterhin attraktiv sein könne, etwa für Familien oder Menschen, die sich um nichts kümmern möchten. Für ihn persönlich überwiegen jedoch die Nachteile. Heute zieht er individuelle Reisen, Naturerlebnisse und Aktivitäten außerhalb großer Hotelkomplexe deutlich vor.

sr