Dieses Kapitel bietet einen tiefen Einblick in die rechtliche Landschaft der ehelichen Eigentumsrechte auf Mauritius, wo französisches Zivilrecht und englisches Common Law nebeneinander bestehen, um Familienrecht, Erbangelegenheiten und Eigentumsstreitigkeiten zu gestalten. Zunächst werden die historischen und rechtlichen Grundlagen des gemischten Rechtssystems von Mauritius skizziert, wobei hervorgehoben wird, wie koloniale Einflüsse einen fließenden, aber strukturierten Rahmen für eheliche Eigentumssysteme geschaffen haben. Anschließend seziert der Text die drei primären ehelichen Systeme – Gemeineigentum, getrenntes Eigentum und Eheverträge – und erklärt, wie jedes Regime nach Scheidung oder Trennung Eigentum, Verwaltung und Aufteilung von Vermögenswerten bestimmt. Zu den wichtigsten Schwerpunkten zählen die Klassifizierung von Gemeinschafts- und Privateigentum, der rechtliche Schutz des Familienhauses und die sich entwickelnden Rechte verheirateter Frauen, insbesondere bei finanzieller Autonomie und kommerziellen Aktivitäten. Das Kapitel untersucht auch die Auswirkungen internationaler Menschenrechtsgesetze wie CEDAW auf die Gleichstellung der Geschlechter innerhalb der Ehe und diskutiert die jüngsten Reformen, die darauf abzielen, Lücken im rechtlichen Schutz zu schließen. Praktische Herausforderungen wie übermäßige Ausgaben, Insolvenz und die Verwaltung von Bankkonten werden neben der Rechtsprechung analysiert, um einen realen Kontext zu schaffen. Die Schlussfolgerung enthält Empfehlungen für Reformen, die sich für eine klarere Klassifizierung der Vermögenswerte und einen stärkeren Schutz des Hauses der Familie aussprechen und einen ausgewogenen und gerechten Ansatz in Bezug auf eheliche Eigentumsrechte auf Mauritius gewährleisten. Dieses Kapitel ist für jeden, der die Komplexität der ehelichen Eigentumsgesetze auf Mauritius und ihre Auswirkungen auf die Rechtspraxis und die Menschenrechte verstehen will, von entscheidender Bedeutung.