Equinor teilte am Dienstag mit, eine Beteiligung an einer Ölexplorationslizenz in Namibia von einer Tochtergesellschaft des US-Energiekonzerns Chevron zu erwerben, da der norwegische Konzern sein internationales Portfolio ausbauen will.

Der Erwerb einer Beteiligung von 17,4% an der Erdöl-Explorationslizenz PEL 90 im Orange-Becken vor der Küste Namibias sei Equinors erster Upstream-Einstieg in ein neues Land seit der Expansion nach Argentinien im Jahr 2017, sagte ein Unternehmensvertreter.

Das Orange-Becken, eine der weltweit gefragtesten Explorationsregionen, verzeichnete in den vergangenen Jahren eine Reihe von Ölfunden und hat damit das Interesse großer Ölkonzerne geweckt, die sich Explorationsflächen sichern wollen.

Equinor, das seine Ambitionen für Investitionen in erneuerbare Energien im Einklang mit einem Trend unter internationalen Ölkonzernen zurückgeschraubt hat, erklärte, der Namibia-Deal folge der Strategie, das internationale Öl- und Gasportfolio zu ’stärken und zu erneuern‘.

‚Wir halten stets Ausschau nach interessanten Möglichkeiten‘, sagte ein Equinor-Sprecher auf die Frage, ob das Unternehmen weitere Akquisitionen in Namibia plane.

Er lehnte es ab, den Kaufpreis für die Beteiligung an dem von Chevron betriebenen Explorationsblock zu nennen, in dem bis Jahresende eine Bohrung vorgesehen ist.

Vor der Transaktion hielt die Chevron-Tochter Harmattan Energy 52,5% an PEL 90. Weitere Partner in der Lizenz sind QatarEnergy mit 27,5%, Trago Energy mit 10% sowie das staatliche Ölunternehmen NAMCOR mit 10%.

Die Vereinbarung mit der Chevron-Einheit steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen sowie eines Abschlussprozesses, erklärte Equinor, ohne nähere Angaben zu machen.