Sechs Millionen Menschen hungern – und das WFP hat nur noch ein Zehntel der Mittel

Das Welternährungsprogramm kann in Somalia nur noch die am schwersten betroffenen Kinder versorgen. Fast 500’000 Kinder unter fünf Jahren brauchen dringend Behandlung wegen akuter Mangelernährung.

Publiziert heute um 21:49 Uhr

LinkedIn Link kopiert Error occurred Facebook Link kopiert Error occurred X Link kopiert Error occurred E-Mail Link kopiert Error occurred Link kopieren Link kopiert Error occurred Gesundheitsfachkraft misst Oberarmumfang eines Kleinkindes im Feynuus Ernährungszentrum in Mogadishu, Somalia, im Rahmen eines WFP-Programms.

Ein Kind im vom WFP unterstützten Feynuus Nutrition Centre ausserhalb von Mogadischu, Somalia, am Mittwoch.

Foto: Hassan Ali Elmi (AFP)

In Somalia sind nach Angaben des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen rund sechs Millionen Menschen von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen. Gleichzeitig verfügt die Organisation nur noch über etwa ein Zehntel der Mittel, die ihr während der schweren Hungerkrise 2022 zur Verfügung standen.

«Wir können nur das absolute Minimum tun», sagte WFP-Exekutivdirektor Carl Skau der Nachrichtenagentur AP bei einem Besuch in einem Ernährungszentrum am Stadtrand von Mogadischu. Hilfsgüter könnten derzeit nur an besonders schwer betroffene Kinder ausgegeben werden.

WFP stark von Kürzungen betroffen

Grund für die knappen Mittel seien Kürzungen bei der internationalen Hilfe und die Verlagerung von Ressourcen auf andere humanitäre Krisen. Dadurch könne das WFP seine Unterstützung in Somalia nicht ausweiten, sagte Skau.

Das Welternährungsprogramm geht davon aus, dass in diesem Jahr rund 1,9 Millionen Kinder unter fünf Jahren akut mangelernährt sein werden. Fast 500’000 von ihnen benötigen demnach dringend eine Behandlung wegen schwerer akuter Mangelernährung.

Insgesamt leiden nach UNO-Angaben etwa 30 Prozent der Bevölkerung unter kritischer Ernährungsunsicherheit. Während der Hungerkrise 2022 habe das WFP zehnmal mehr Mittel zur Verfügung gehabt als heute, sagte Skau. Damals habe die Organisation eingreifen und eine Hungersnot verhindern können.

Die Situation in Somalia

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