
Die Nachrichtenagentur Anadolu berichtete unter Berufung auf UKMTO, dass die Agentur die Bestätigung erhalten habe, dass der Öltanker von sechs bewaffneten Männern geentert, unter ihre Kontrolle gebracht und in Richtung Somalia umgeleitet worden sei.
Die Behörden untersuchen den Vorfall und raten Schiffen, die das Gebiet durchfahren, Vorsicht walten zu lassen und verdächtige Aktivitäten zu melden.
Zuvor hatte UKMTO berichtet, dass ein Öltanker über VHF 16 ein Notsignal abgesetzt hatte und mitteilte, dass er sich auf seiner Fahrt westwärts durch den Golf von Aden einem unbekannten Schiff nähere.
Zum Zeitpunkt 11:45 Uhr GMT lagen noch keine Informationen über die Identität des Öltankers oder seinen aktuellen Standort vor, und keine Gruppe hatte die Verantwortung für den Vorfall übernommen.
Die Schifffahrtsrouten in der Region, insbesondere im Roten Meer und im Golf von Aden, sind zunehmenden Spannungen ausgesetzt, nachdem die Huthi-Truppen im Jemen im Juli angekündigt hatten, Schiffe mit Verbindungen zu Saudi-Arabien zu verbieten.
Im Anschluss daran verkündete Saudi-Arabien die Gründung eines maritimen Verteidigungsbündnisses zum Schutz der Schifffahrtsfreiheit in der Meerenge von Bab al-Mandab. Dem Bündnis gehören die Vereinigten Staaten, Jemen, Kuwait, Oman, Jordanien, Sudan, Marokko, die Malediven, Bangladesch und Neuseeland an.
Seit 2015 führt Saudi-Arabien eine Koalition an, die die international anerkannte jemenitische Regierung unterstützt, während dem Iran vorgeworfen wird, die Huthis zu unterstützen. Die Huthis kontrollieren seit 2014 zahlreiche Provinzen und Städte im Jemen, darunter die Hauptstadt Sanaa.
Auch vor der Küste Somalias blühte die Piraterie zwischen 2008 und 2018, bevor sie deutlich zurückging. Ende 2023 nahmen die Vorfälle jedoch im Zuge verschärfter regionaler Sicherheitsspannungen wieder zu.
Quelle: https://vietnamnet.vn/tau-cho-dau-bi-chiem-giu-ngoai-khoi-yemen-doi-huong-ve-somalia-2547432.html