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Mit viel Fleiß arbeiteten die Jugendlichen unter der Freisinger Sonne. © Lorenz
Zwei Wochen lang packten Teilnehmer aus Mexiko, Südkorea, Spanien, Algerien, der Türkei und Frankreich bei extremer Hitze an. Sie stellten Wege wieder her und lernten seltene Pflanzen und Tiere kennen.
Freising – Zwei Wochen lang wurde im Freisinger Moos gemeinsam gearbeitet, gelernt und gelacht: Acht Jugendliche aus verschiedenen Ländern (Mexiko, Südkorea, Spanien, Algerien, Türkei und Frankreich) kamen zu einem internationalen Jugendcamp nach Freising. Untergebracht waren sie im Naturfreundehaus in Marzling mit seinem beeindruckenden Blick nach Süden auf die Berge und in Richtung München. Dort lernten sie an ihren ersten Tagen in Bayern von Marzlings Bürgermeister Thomas Sellmeir erst einmal das richtige Weißwurst-Zuzeln (wir haben berichtet).
Bei den hohen Temperaturen war die Arbeit im Fluss sicher eine der beliebteren. © Lorenz
Doch sie haben in Freising noch viel mehr gelernt. Im Mittelpunkt des Camps stand vor allem die praktische Arbeit für den Erhalt wertvoller Naturflächen. Auf Flächen der Stadt und einer Ausgleichsfläche der Gemeinde Neufahrn packten die Jugendlichen bei teilweise extrem hohen Temperaturen kräftig mit an. Gemeinsam mit den Mitarbeitern des Landschaftspflegeverbands (LPV) arbeiteten sie mit großem Einsatz im Freisinger Moos.
Die körperlich anstrengende Handarbeit war bei der Hitze nicht immer einfach, umso größer war die Freude über das gemeinsam Erreichte. Dabei bekamen die Jugendlichen einen ganz besonderen Einblick in die heimische Natur. Sie erfuhren viel über die Bedeutung des Freisinger Mooses als wertvollen Lebensraum und lernten seltene Pflanzen und Tiere kennen, die hier zu finden sind. Auch rund um das Naturfreundehaus waren die Jugendlichen aktiv: Gemeinsam halfen sie dabei, einen Weg wiederherzustellen und damit das Gelände rund um ihre Unterkunft aufzuwerten. Betreut und begleitet wurde das Jugendcamp übrigens von der Abteilung Kommunale Jugendarbeit und Jugendschutz des Landratsamts.
Neben der Arbeit in der Natur war die internationale Gemeinschaft ein wichtiger Teil des Camps. Die Jugendlichen aus unterschiedlichen Kulturen verbrachten gemeinsam ihre Zeit, tauschten Erfahrungen aus und lernten voneinander. „Am Anfang war es ungewohnt, so viel draußen und mit den Händen zu arbeiten. Und bei der Hitze war es manchmal wirklich anstrengend“, erzählte Ana aus Mexiko. „Aber dann hat es mir richtig Spaß gemacht. Ich habe gelernt, dass man die Natur nicht nur anschauen kann, sondern auch selbst etwas für sie tun muss. Und natürlich war es toll, Menschen aus anderen Ländern kennenzulernen.“
Auch Park Jimin aus Südkorea nahm viele neue Eindrücke mit: „Ich hätte nicht gedacht, dass Naturschutz so viel körperliche Arbeit bedeutet. Es war wirklich sehr heiß, aber wir haben als Team gearbeitet und uns gegenseitig geholfen. Besonders beeindruckt hat mich, wie viele seltene Tiere und Pflanzen es hier gibt. Freising ist wunderschön!“ Für die Jugendlichen war das Camp weit mehr als praktische Naturschutzarbeit: Sie sammelten wertvolle Erfahrungen, übernahmen Verantwortung und entwickelten ein neues Bewusstsein für den Schutz wertvoller Lebensräume.