Papst Leo XIV. hat zu verstärkten Präventionsmaßnahmen gegen die grassierende Ebola-Epidemie im Kongo aufgerufen. Dabei müsse die internationale Gemeinschaft auch lokale Gemeinden einbeziehen, sagte er beim Mittagsgebet am Sonntag in Rom. Es müssten so viele Menschenleben wie möglich gerettet werden. Die Epidemie weitet sich in der Demokratischen Republik Kongo weiter aus; die Zahl der Toten und Infizierten steigt stetig.
Zugleich erinnerte das Kirchenoberhaupt an die Opfer eines Bergwerks-Einsturzes in der Zentralafrikanischen Republik. In Zamboye waren mehr als einhundert Menschen bei einem Erdrutsch in einer illegalen Goldmine ums Leben gekommen. Leo XIV. betete für die Verunglückten und warb für Sicherheit und legale Verhältnisse an den Minenstandorten.
Das Stichwort: Ebola-Fieber
Das Ebola-Fieber ist eine hochansteckende schwere Infektion, die häufig tödlich verläuft. Das Virus wurde 1976 bei einem zeitgleichen Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo (damals Zaire) und im Sudan entdeckt und nach dem Ebola-Fluss im Kongo benannt. In Westafrika (Guinea, Liberia und Sierra Leone) erkrankten zwischen 2014 bis 2016 mehr als 28.000 Menschen, von denen rund 11.300 starben. Es war die bislang schlimmste Ebola-Epidemie.