Die Missionsgruppe Meran setzt auch 2026 ihr Wasserprogramm „Ein Brunnen zum Leben“ in Benin fort. Die Autonome Provinz Bozen unterstützt das Projekt mit knapp 153.000 Euro.

Unter dem Motto „Mama, ich habe Durst“ sollen neun neue Trinkwasserbrunnen entstehen. Sie sind für Dörfer in vier Départements bestimmt, in denen Wasser knapp und der Zugang zu sauberem Trinkwasser schwierig ist.

Mehr als 16.000 Menschen sollen profitieren

Von den neuen Brunnen sollen insgesamt mehr als 16.000 Menschen profitieren. Die betroffenen Ortschaften liegen zum Teil abgelegen in der Savanne. Bestehende Wasserquellen sind dort oft unzureichend oder verunreinigt.

Die neun Bohrungen werden unterschiedlich ausgestattet. Sieben erhalten Wassertürme, sechs photovoltaik-betriebene Tauchpumpen. Zwei Anlagen bekommen kombinierte Solar- und Handpumpen, eine wird ausschließlich manuell betrieben.

Zusammenarbeit mit Caritas und Gesundheitszentrum

Umgesetzt wird das Projekt gemeinsam mit örtlichen Caritas-Organisationen und dem Gesundheitszentrum „St. Camille“ in Davougon. Dort werden unter anderem Lepra-Patienten behandelt. Eine bessere Wasserversorgung soll Hygiene und medizinische Versorgung erleichtern.

In jedem Dorf wird zudem ein Leitungskomitee eingerichtet, das sich vor allem aus Frauen zusammensetzt. Es soll für die Instandhaltung der Brunnen sorgen und Hygieneaufklärung betreiben.

Die Gesamtkosten des Projekts liegen bei rund 220.000 Euro.