Die Regierung der Demokratischen Republik Kongo und die Rebellenkräfte der Bewegung des 23. März (M23) haben sich auf einen Fahrplan für Friedensverhandlungen geeinigt, der die Abfolge und den Zeitpunkt der nachfolgenden Gesprächsrunden festlegt.
In einer gemeinsamen Erklärung vom 22. August teilten die beiden Seiten mit, dass sie vom 17. bis 21. August in der Schweiz Treffen abgehalten hätten, um die Fortschritte und Schwierigkeiten im Doha-Friedensprozess zu bewerten und die Umsetzung der Verpflichtungen sowie die nächsten Schritte im Rahmen des Doha-Rahmenabkommens zu erörtern.
Nach Bewertung des bisherigen Fortschritts erarbeiteten beide Seiten einen Fahrplan, der die Abfolge und den Zeitplan für die künftigen Verhandlungen festlegt, und vereinbarten die Einrichtung eines Mechanismus zur Überwachung des Fortschritts und zur Bewältigung von Schwierigkeiten bei der Erfüllung der Verpflichtungen aus dem Rahmenabkommen.
Beide Seiten begrüßten die Fortschritte bei der Inbetriebnahme des Mechanismus zur Überwachung und Verifizierung des Waffenstillstands. Laut gemeinsamer Erklärung soll die erste Verifizierungsmission für den Waffenstillstand am 24. August in Minembwe in der Provinz Süd-Kivu im Osten der Demokratischen Republik Kongo eingesetzt werden.
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Die Regierung der Demokratischen Republik Kongo und die M23 betonten die Notwendigkeit einer einheitlichen Methode zur Meldung von Waffenstillstandsverletzungen und bekräftigten gleichzeitig ihr Engagement für die Fortsetzung der Verhandlungen, um eine umfassende friedliche Lösung zu erreichen und den Konflikt beizulegen.
Seit Januar 2025 hat die M23 ihre Angriffe in Nord-Kivu und Süd-Kivu intensiviert und mehrere wichtige Städte im Osten der Demokratischen Republik Kongo eingenommen.
Unter Vermittlung Katars unterzeichneten die Regierung der Demokratischen Republik Kongo und die M23 im Juli 2025 in Doha die Grundsatzerklärung. Im November 2025 folgte ein Rahmenabkommen, in dem sich beide Seiten verpflichteten, durch Dialog Vertrauen aufzubauen, die Stabilität schrittweise zu fördern und die Ursachen des Konflikts anzugehen.
Der Konflikt hat verheerende Folgen für die Zivilbevölkerung. Die Kämpfe im Osten des Landes haben zu einer der größten Migrationskrisen weltweit geführt: Rund 5,8 Millionen Menschen wurden innerhalb des Landes vertrieben, und über 1,2 Millionen suchten Zuflucht in Nachbarländern. Menschenrechtsorganisationen haben zudem zahlreiche Tötungen von Zivilisten, willkürliche Verhaftungen, Folter und Nötigung dokumentiert.
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Die Gesundheitssysteme und die Grundversorgung in den stark betroffenen Konfliktgebieten sind schwer beeinträchtigt, während Nahrungsmittelknappheit und begrenzte Hilfe die humanitäre Krise weiter verschärfen.
Die Kontrolle der M23 über Goma, Bukavu und andere strategische Gebiete in Ostafrika erhöht auch das Risiko einer weitverbreiteten Instabilität in der Region der Afrikanischen Großen Seen, wodurch diplomatische Bemühungen zur Beendigung des Konflikts noch dringlicher werden.
Quelle: https://www.vietnamplus.vn/chinh-phu-chdc-congo-va-luc-luong-noi-day-nhat-tri-lo-trinh-hoa-dam-post1132004.vnp