(1): Irland: Alan Murrin und das Ende der Ehe
Der Weg aus den Fesseln der Ehe in die Freiheit – darum geht es in Alan Murrins Roman „Coast Road“. Im November 1995 stimmte die Republik Irland in einem Referendum knapp für die Legalisierung der Scheidung. Bis dahin war Irland der letzte Staat in der EU, in dem Scheidungen verboten waren. Diese Wende thematisiert der irische Schriftsteller in seinem 2024 veröffentlichten Roman. Er erzählt darin die Geschichten dreier unglücklich verheirateter Frauen aus dem irischen County Donegal in den frühen 1990er Jahren.
(2): Madrid: Regenbogenfarbener Stolz
Drag-Shows unterhalten die spanische Hauptstadt schon viel länger als man denkt. Das nationalistische, streng katholische Franco-Regime hatte homo- und transsexuelle Menschen rund 40 Jahre lang verfolgt, verhaftet und gefoltert. Nach dem Ende des Franquismus wurde Madrid in den 1980er Jahren zum Vorreiter der LGBTQ+-Rechte und des gelebten Stolzes dieser Community in Europa. Im Zuge der friedlich-heiteren Movida Madrileña entwickelte sich die spanische Hauptstadt zu einer bunten, queerfreundlichen und inklusiven Metropole.
(3): Senegal: Aidas Fischragout
Im Yoff-Viertel in Dakar bereitet Aida ein Fischragout fürs ganze Haus zu. Zuerst frittiert sie die Doraden und gibt nacheinander Gewürze, Tomatenmark und Gemüse hinzu. Weitere Zutaten sind Bissap aus Hibiskusblüten und etwas Mehl. Serviert wird der Fisch auf Reis. Jetzt müssen nur noch alle zu Tisch kommen!
(4): Ägypten: Zauberei als Militärstrategie
In Alexandria zeugen alte Prachtbauten von der Zeit, als Ägypten unter dem Einfluss Großbritanniens stand. Während des Zweiten Weltkriegs versuchten die dort stationierten Offiziere Seiner Majestät, die Truppen Hitlerdeutschlands zurückzudrängen. Zu allem bereit, baten die Briten sogar einen Zauberer um Hilfe …