Nach Reisen durch Thailand und Peru stand in diesem Sommer eine Rundfahrt durch Madagaskar an. Auch für diesen 4-wöchigen Trip habe ich wieder eine eSIM von Yesim genutzt. Wie lief es mit der Verbindung?

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eSIM für Madagaskar: Optionen ansehen

eSIM oder SIM vor Ort?

Eine eSIM ist eine fest im Smartphone integrierte digitale SIM-Karte. Statt eine physische SIM einzulegen, ladet ihr den Mobilfunktarif einfach per App oder QR-Code auf das Gerät herunter und könnt ihn direkt aktivieren. Das ist besonders auf Reisen praktisch, da ihr bereits vor der Abreise einen Datentarif für euer Zielland einrichten könnt. Aktuelle Geräte sind in der Regel eSIM-fähig, bei älteren Geräten funktioniert das hingegen möglicherweise nicht. Zu eurer Reiseplanung gehört also auch, dass ihr prüft, ob diese Option für euer Smartphone in Frage kommt.

Neben Yesim gibt es noch verschiedene andere eSIM-Anbieter für Madagaskar wie Roamic oder Airalo. Nach den guten Erfahrungen in Peru habe ich aber wieder auf diesen Betreiber gesetzt. Als weitere Möglichkeit, mit dem Smartphone online zu bleiben, steht auch der Kauf einer SIM vor Ort an. Das gestaltete sich auf der Insel in Ostafrika aber nicht so einfach.

Viele Vorteile einer eSIM erklären wir im Video:

eSIM killt die SIM-Karte – gut so!

Eine eSIM ist zwar meist teurer als lokale Angebote, allerdings sind die Verfügbarkeit und Einrichtung zwei wesentliche Pluspunkte für Reisende. Für die Einrichtung habe ich schon zuhause die Yesim-App auf dem Smartphone installiert und anschließend im Flughafen-WLAN einfach den Tarif gebucht. Das mobile Datenvolumen war sofort verfügbar. Je nach Vorliebe kann man den Reise-Tarif für 15 oder 30 Tagen mit einem begrenzten Datenvolumen buchen oder gleich das Reise-Budget etwas stärker belasten, dafür die Option mit unbegrenztem Volumen buchen. Ich habe mich für die beschränkte Variante entschieden, schließlich wollte ich auf der Reise überwiegend etwas erleben und nicht regelmäßíg im Netz surfen oder bei Social-Media-Apps abhängen.

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Die Einrichtung funktionierte also wie gewohnt ohne Schwierigkeiten und direkt nach der Landung in der Hauptstadt Antananarivo war ich innerhalb weniger Augenblicke online.

Wie schlägt sich die eSIM unterwegs in Madagaskar?

Yesim nutzte während meiner Reise ausschließlich das Netz von Airtel Madagascar. Eine Auswahl anderer lokaler Mobilfunkanbieter war zumindest bei mir in den Netzeinstellungen meines Smartphones nicht möglich. Das war in anderen Ländern wie Peru anders, wo ich unterwegs den Netzbetreiber  in den Smartphone-Optionen noch umstellen konnte, falls es Verbindungsprobleme gab.

Vor der Reise hatte ich in verschiedenen Reiseberichten und Foren gelesen, dass insbesondere Orange Madagascar sowie Yas (ehemals Telma) vielerorts die bessere Netzabdeckung bieten sollen – vor allem außerhalb der Städte. Diese Netze standen über Yesim bei meinem Tarif jedoch nicht zur Verfügung.

In der Hauptstadt Antananarivo machte sich diese Einschränkung kaum bemerkbar. Das Smartphone war überwiegend im LTE-Netz unterwegs und Webseiten oder Google-Maps-Informationen wurden schnell geladen. Auch WhatsApp-Anrufe funktionierten ohne hörbare Aussetzer und Videos ließen sich ohne Schwierigkeiten verschicken oder empfangen.

Ähnlich sah es in Morondava an der Westküste und Fianarantsoa im Landesinneren aus. Auch dort war die Verbindung innerhalb der Städte zuverlässig und schnell genug für Navigation, Messenger und die alltäglichen Internetdienste. Selbst größere Uploads oder die Buchung von Unterkünften über Booking.com und Co. waren ohne lange Ladezeiten möglich.

Schlechter Netzausbau auf dem Land

Deutlich schwieriger wurde es jedoch, sobald wir die Städte verließen. Auf den langen Fahrten zwischen den einzelnen Orten verlor das Smartphone regelmäßig die Verbindung zum Mobilfunknetz. Gerade in den weitläufigen ländlichen Regionen sowie in den zahlreichen kleinen Dörfern gab es häufig gar keinen Empfang oder lediglich eine sehr schwache Verbindung, mit der selbst einfache Messenger-Nachrichten nur verzögert versendet wurden. Das lag womöglich aber weniger am Netzanbieter, sondern einfach am Land.

Madagaskar verfügt zwar grundsätzlich über eine Mobilfunkversorgung in allen größeren Städten und entlang wichtiger Verkehrsachsen, die Netzabdeckung ist außerhalb dieser Gebiete jedoch lückenhaft. Auf dieser Karte könnt ihr die Netzabdeckung von Airtel sehen. Das liegt unter anderem an der enormen Größe der Insel bei gleichzeitig geringer Bevölkerungsdichte in vielen Regionen. Flächenmäßig ist Madagaskar immerhin größer als Deutschland. Der Ausbau von Mobilfunkmasten in abgelegenen Gebieten ist entsprechend aufwendig und wirtschaftlich oft wenig attraktiv. Hinzu kommt, dass viele Straßen und Ortschaften nur schwer erreichbar sind, was den Ausbau und die Wartung der Infrastruktur zusätzlich erschwert.

Natürlich gehört eine eingeschränkte Netzabdeckung in einem dünn besiedelten Land wie Madagaskar bis zu einem gewissen Grad dazu. Trotzdem hatte ich mit Blick auf die Abdeckungskarte und die Nutzerberichte anderer Reisender den Eindruck, dass die Beschränkung auf das Airtel-Netz hier ein Nachteil gewesen sein könnte. Wäre auch ein Wechsel zu Orange oder Yas/Telma möglich gewesen, hätte die Abdeckung in manchen Regionen möglicherweise besser ausgesehen.

Fazit zur eSIM in Madagaskar: Was taugt Yesim?

Dennoch: In den Städten hat Yesim bei meinem Test zuverlässig funktioniert. Wer sich überwiegend in Antananarivo, Morondava oder anderen größeren Orten aufhält, dürfte mit der eSIM von Yesim in den meisten Fällen zufrieden sein. Für WhatsApp, Google Maps, E-Mails oder das Surfen im Internet reicht die Verbindung dort problemlos aus.

Wer allerdings eine Rundreise durch Madagaskar plant und viel Zeit auf den Überlandstrecken oder in abgelegenen Regionen verbringt, sollte keine durchgehende Internetverbindung erwarten. Ein Teil davon liegt an der allgemeinen Mobilfunkinfrastruktur des Landes.

Und auch wenn die eSIM etwas kostspieliger war als lokale SIM-Karten vor Ort, war ich grundsätzlich froh, auf diese Option gesetzt zu haben. Meine Reisebegleitung war sparsamer unterwegs und hat eine SIM-Karte direkt am Flughafen gekauft. Der günstige Preis wurde jedoch mit viel Zeit und Geduld bezahlt. Während man am Flughafen in Antananarivo noch relativ einfach an eine Prepaid-SIM-Karte kommt, gestaltet sich eine Buchung und auch eine Guthabenaufladung unterwegs als sehr schwierig. Solange man nicht in einer großen Stadt ist, müssen mehrere Läden abgeklappert werden. In kleinen Dörfern ist eine Aufladung sogar so ziemlich ausgeschlossen, da einfach keine Verkäufer anzutreffen sind.

Nach dem Madagaskar-Trip habe ich noch einen Abstecher auf die Nachbarinsel Mauritius gemacht. Auch dort wäre eine Yesim-Option verfügbar. Da ich mich dort jedoch nur an einem Ort aufgehalten habe und mobile Daten für unterwegs nicht unbedingt brauchte, reichte mir hier doch eine SIM-Karte, die ich mir am Flughafen besorgt habe.

Hier erfahrt ihr, wie sich eine eSIM von Roamic auf Ko Tao und Ko Samui in Thailand geschlagen hat.

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