27.08.2026 um 15:21 Uhr |

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Seit 42 Tagen gibt es keinen neuen Ebola-Fall in Uganda – das bedeutet faktisch zunächst ein Ende des Ausbruchs dort. Im Nachbarland Kongo bleibt die Lage dramatisch.

Während die Zahl der Ebola-Fälle in der Demokratischen Republik Kongo ständig steigt, wurde in Uganda seit 42 Tagen kein neuer Fall erfasst. Das markiere das Ende des Ausbruchs in dem ostafrikanischen Land, nachdem zwei Inkubationszyklen ohne neue Infektionen durchlaufen seien, sagte eine Vertreterin des Regionalbüros Afrika der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Addis Abeba.

Die WHO und die afrikanische Gesundheitsbehörde Africa CDC zeigten sich erleichtert über das Ende von Ebola in Uganda. „Uganda hat gezeigt, dass Ebola-Ausbrüche durch entschlossenes Handeln schnell unter Kontrolle gebracht werden können“, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Ghebreyesus. Frühzeitige, umfassende Maßnahmen hätten dazu beigetragen.

„Uganda hat bewiesen, dass Ebola gestoppt werden kann, wenn die Führung entschlossen handelt, Vertrauen in der Bevölkerung herrscht und die öffentlichen Gesundheitssysteme die Menschen schnell erreichen“, betonte Jean Kaseya, Direktor von Africa CDC. „Wir müssen diesen Erfolg nun schützen und gleichzeitig die Maßnahmen in der Demokratischen Republik Kongo beschleunigen.“

Die WHO hatte den Ebola-Ausbruch im Kongo und in Uganda am 15. Mai bekanntgegeben. In Uganda gab es insgesamt 20 bestätigte Fälle, die auf einen Patienten aus dem Kongo zurückgeführt wurden; zwei Patienten starben. Der letzte Patient war am 16. Juli entlassen worden.

Im Kongo war die hochansteckende Infektionskrankheit vermutlich schon seit Februar unerkannt aufgetreten. Erste Fälle waren nach WHO-Angaben fälschlich als Malaria eingestuft worden. Der aktuelle Ausbruch wird durch den Bundibugyo-Erreger verursacht, dessen Krankheitsbild weniger auffällig ist als beim häufigeren Zaire-Erreger.

Im Kongo tritt Ebola mittlerweile in sechs Provinzen des zentralafrikanischen Landes aus, der Schwerpunkt liegt in Ituri im Nordosten des Landes. Diese Provinz grenzt an Uganda. Aktuell gibt es nach Angaben des Instituts für öffentliche Gesundheit 5.713 bestätigte Fälle seit Bekanntgabe des Ausbruchs, 2.744 Menschen starben an der Fieberkrankheit. Derzeit sind 770 Patientinnen und Patienten in den Behandlungszentren oder in Isolation. (dpa/calü)