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Isa und Andreas Hoenemann berichteten von ihren Erfahrungen während des Missionseinsatzes in Tansania. © Moritz Dickopf
Isa und Andreas Hoenemann berichten in der Friedenskirche von ihrer Reise nach Ostafrika. Ein Teammitglied musste nach einem Unfall in ein tansanisches Krankenhaus gebracht werden.
Werdohl – Ein Gottesdienst mit Eindrücken aus Tansania erwartete die Besucher am Sonntagabend in der Friedenskirche. Rund 50 Menschen waren zum Gottesdienst am fünften Sonntag des Monats gekommen, bei dem Isa und Andreas Hoenemann von ihrem Missionseinsatz in dem ostafrikanischen Land berichteten.
Der ehemalige Vikar der Evangelischen Kirchengemeinde Werdohl und seine Frau waren im Juli und August gemeinsam mit einem 16-köpfigen Team von „Jugend mit einer Mission“ unterwegs. In ihrem rund einstündigen Vortrag zeigten sie Bilder und erzählten von ihren Erlebnissen in Daressalam, Arusha und bei den Massai.
Rund 50 Besucher kamen zum besonderen Gottesdienst in die Friedenskirche. © Moritz Dickopf
Ein Teil des Berichts beschäftigte sich mit den Begegnungen mit Kindern. In Daressalam besuchte das Team ein Kinderhaus, in Arusha eine Schule. Gemeinsam wurde gespielt, Sport gemacht, gebastelt und gesungen. Die Kinder hatten besonders an den mitgebrachten Bewegungsliedern Freude, berichtete das Paar.
Gottesdienste lauter und bewegter
Auch die Gottesdienste in Tansania waren Teil des Vortrags. Die Besucher erfuhren, wie unterschiedlich Musik, Gebet und Gottesdienst dort erlebt werden. Vieles sei deutlich lauter und bewegter als in Deutschland. Für das Ehepaar wurde dabei vor allem die Leidenschaft deutlich, mit der die Menschen ihren Glauben feiern und leben.
Ein einschneidendes Erlebnis war ein schwerer Unfall während des Aufenthalts. Ein Teammitglied wurde beim Einkauf von Materialien für den Bau einer Kirche am Kopf verletzt und musste in ein tansanisches Krankenhaus gebracht werden. Das Team habe in dieser Situation vor allem im Gebet Halt gefunden. Gleichzeitig entstand in Deutschland ein großes Gebetsnetzwerk. Die Hoenemanns berichteten, wie sehr sie sich dadurch getragen fühlten. Trotz dieses Erlebnisses setzte das Team seinen Einsatz fort. Bei den Massai besuchten die Teilnehmer Menschen in ihren Häusern und halfen beim Bau einer Kirche.
Was die Reise für den Glauben bedeutet
Am Ende des Vortrags ging es um die Frage, was die Reise für den eigenen Glauben bedeutet. Trotz aller kulturellen Unterschiede hätten sie eine Verbindung zu den Menschen vor Ort gespürt. „Wir haben Schwestern und Brüder am anderen Ende der Welt“, fassten die Referenten eine ihrer Erfahrungen zusammen. Gott wirke in Werdohl ebenso wie in Tansania.
Für Besucherin Ute Zorn aus Werdohl war gerade dieser Gedanke der weltweiten Verbundenheit besonders bewegend. Es habe sie ermuntert, zu hören, dass es überall Glaubensgeschwister gebe und man Anteil an ihrem Leben nehmen könne.
Mit Klavier, Gitarre, Schlagzeug, Bass und Gesang sorgte die Gemeindecombo für die musikalische Begleitung. © Moritz Dickopf
Musikalisch wurde der Gottesdienst von der Combo der Gemeinde mit Klavier, Gitarre, Schlagzeug, Bass und Gesang begleitet. Bereits zum Beginn erklang die tansanische Nationalhymne „Gott segne Afrika“. Gemeinsam gesungen wurden unter anderem „Zehntausend Gründe“, „Mittelpunkt“ und „Dankbarkeit“.
Nach dem Gottesdienst lud ein ehrenamtliches Team zu einem Imbiss in den Gemeinderaum ein. Bei frischem Obst und Brot blieb Zeit für Gespräche und den Austausch über die Eindrücke des Abends.