Madagassische Lutherische Kirche bietet Schulungen zu Landwirtschaft im Klimawandel

(LWI) – Der Lutherische Weltbund (LWB) arbeitet mit der Madagassischen Lutherischen Kirche zusammen, um jungen Menschen im afrikanischen Inselstaat Einkommens- und Beschäftigungsmöglichkeiten in der grünen Wirtschaft zu erschliessen. Madagaskar zählt zu den Ländern, die am meisten von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen sind. Regelmäßige Dürren und Wirbelstürme verschärfen die bereits bestehenden Probleme wie Armut, die Ungleichheit und Ernährungsunsicherheit.

Rund 200 junge Frauen und Männer aus der Region Mania im Zentrum des Landes nehmen  derzeit an Schulungen teil. Darin lernen sie über die neusten Erkenntnisse zu nachhaltiger Landwirtschaft und Anbautechniken, und erhalten Unterstützung, um wirtschaftlich unabhängig zu werden. Die jungen Menschen beschäftigen sich dabei nicht nur mit möglichen künftigen Einkommens- und Beschäftigungsmöglichkeiten, sondern nehmen auch an Sport- und Kulturveranstaltungen der Kirche teil. Dies fördert ihre Führungskompetenzen, erweitert ihr Wissen zu Schutz- und Beschwerdemechanismen, und fäördert ihr Umweltbewusstsein und den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Das Projekt wird vom Jugendreferat der Regionalsynode der Kirche im Norden der Region Mania umgesetzt. Auf dem Stundenplan der jungen Erwachsenen stehen Maisanbau, die Herstellung von organischem Kompost, Hühnerzucht, Fischzucht und eine innovative Technik, die als „Reis-Fischzucht“ bezeichnet wird. Dabei werden auf den Reisfeldern Fischzucht und Reisanbau kombiniert. Alle Teilnehmenden werden zudem ermutigt, an Unterrichtseinheiten zu Ursachen und Folgen des Klimawandels teilzunehmen und über bewährte Praktiken für den Umweltschutz wie Aufforstung und Baumschulen zu lernen.