Zumindest für den Moment dürfen die Westafrikaner weiter auf eine Erfolgsstory wie beim Viertelfinal-Einzug 2010 in Südafrika hoffen. Yirenkyi erzielte den umjubelten Siegtreffer in der kanadischen Millionenmetropole für Ghana erst kurz vor Schluss (90.+5) – und sorgte so für Ekstase auf der Tribüne.

„Ich bin nach vorne gelaufen und habe geschaut, was passiert. Dann bekam ich den Ball im Strafraum und habe ihn verwertet“, sagte der erst 20-Jährige Yirenkyi über die entscheidende Szene des Spiel: „Genau das haben wir seit Beginn der Vorbereitung trainiert: Den Ball auf die Flügel zu bringen, dann in den Strafraum zu spielen und mit mehreren Leuten nachzurücken, um abzuschließen. Und genau das haben wir heute gemacht.“

Die positiven sportlichen Schlagzeilen kommen für die „Black Stars“ zum richtigen Zeitpunkt, nachdem die vergangenen Tage vom Rechtsstreit um Partey bestimmt worden waren, der wegen der Vergewaltigungsvorwürfe gegen ihn nicht nach Kanada einreisen durfte.

Beim zweiten Vorrundenspiel am kommenden Dienstag in Boston gegen England und vier Tage später in Philadelphia gegen Kroatien wird Partey wieder mit von der Partie sein.

Panama, das vom früheren Bundesliga-Torschützenkönig Thomas Christiansen trainiert wird, muss bei seiner zweiten WM-Teilnahme nach 2018 hingegen weiter auf seinen ersten Punkt warten. Zudem wird es in der Gruppe L mit den Engländern und Kroaten nun ganz schwer mit dem Weiterkommen.