Leider kam in der Vergangenheit manchmal trotzdem jede Hilfe zu spät – oder konnte in der Notsituation im Busch nicht so geleistet werden, dass das Tier gerettet werden konnte. Nach Angaben von Forscher:innen starben zuletzt jährlich etwa 200 Elefantenkälber an den Folgen von Mensch-Tier-Konflikten. Die Dunkelziffer ist vermutlich um ein Vielfaches höher. „Ich habe mir deshalb eine Liste mit Bildern gemacht von Tieren, die durch meine Hilfe und mein Training gerettet worden sind“, erzählt die Tierärztin. „Das hilft mir mental.“

Nun arbeiten Stegmaier und KiliCREW, unterstützt durch den WWF Deutschland, unermüdlich daran, möglichst viele Ranger:innen zu professionellen Ersthelfer:innen auszubilden. Damit künftig kein Tier mehr seinem Schicksal überlassen werden muss, obwohl es eigentlich rechtzeitig für eine Rettung aufgefunden wurde.

Dabei seien auch Wilderei, der Klimawandel und die Einbindung lokaler Communities wichtige Faktoren, die man stets im Auge behalten und mit denen man angesichts des wachsenden Bevölkerungsdrucks jonglieren müsse. „Erfolgreicher Naturschutz ist ein sehr enges Zusammenspiel zwischen Regierung, lokalen Communities, internationalen Partnern und dem Tourismussektor“, betont Stegmaier.