Kardinal Stephen Brislin hat zu einem stärkeren gemeinsamen Engagement für den Schutz der Umwelt aufgerufen. Auch kleine und praktische Maßnahmen könnten dazu beitragen, die Schöpfung zu bewahren und zugleich Menschen in schwierigen Lebenssituationen zu unterstützen.

Papst: Beim Klimaschutz von Ärmsten ausgehen

In einer Videobotschaft an die Klimaschutzkonferenz „Austrian World Summit“ hat der Papst zu multilateraler Zusammenarbeit und zur Unterstützung ärmerer Länder aufgerufen, um die …

Anlässlich der Schöpfungszeit hat der Erzbischof von Johannesburg, Kardinal Stephen Brislin, auf die Umweltprobleme in Südafrika aufmerksam gemacht. Dabei betonte er, dass jeder Einzelne einen Beitrag zum Schutz und zur Wiederherstellung der Umwelt leisten könne.Zu den Herausforderungen zählten etwa die Folgen alter Minenhalden und Abraumbecken in Johannesburg. Feiner Staub gelange von dort in die Luft und beeinträchtige zahlreiche Menschen. Auch illegaler Bergbau, der zur Entstehung von Erdfällen führen könne, sowie die Vermüllung vieler Orte seien Probleme.

Bäume pflanzen und Lebensmittel anbauen

Zugleich verwies Brislin auf konkrete Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden. Das Pflanzen von Bäumen könne beispielsweise dazu beitragen, die Luft zu reinigen. Auch kleine verfügbare Flächen könnten genutzt werden, um Gemüse anzubauen. Damit verband der Kardinal den Umweltschutz mit der schwierigen sozialen Situation vieler Menschen. Angesichts von Armut und Lebensmittelknappheit könne der Anbau von Gemüse dazu beitragen, Familien mit Nahrungsmitteln zu versorgen. Brislin betonte, es gehe auch darum, Menschen dafür zu gewinnen, dass sie selbst etwas zum Schutz der Umwelt beitragen könnten und letztlich alle von einer intakten Umwelt profitierten.

„Lasst uns zusammenarbeiten“

Mit Blick auf die Schöpfungszeit erinnerte der Kardinal daran, dass menschliches Leben ohne die Umwelt nicht möglich sei. Deshalb müssten neue Wege gefunden werden, die Umwelt nicht nur zu schützen, sondern sie wieder zu der von Gott vorgesehenen Fülle des Lebens zurückzuführen. Brislin rief dazu auf, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen. Dazu gehörten praktische Schritte wie das Pflanzen von Gemüse, der Verzicht auf das Wegwerfen von Müll und gemeinsame Aufräumaktionen.

(aciafrica – vo)