In der Elfenbeinküste hat Kardinal Ignace Bessi Dogbo ein entschiedeneres Vorgehen gegen illegalen Goldabbau gefordert.

Bischof in Ghana: Umweltfragen müssen politische Priorität sein

Der Bischof von Koforidua, Joseph Kwaku Afrifah-Agyekum, hat bei seinem jüngsten Besuch an der Universität für Umwelt und nachhaltige Entwicklung (UESD) in Somanya gemahnt, …

Bei einer Messe zum Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung warnte der Erzbischof von Abidjan, Kardinal Ignace Bessi Dogbo, vor der Zerstörung von Land und Gewässern durch die Suche nach Gold.

„Gold, das tötet, ist kein Gold“

Illegaler Goldabbau, der Menschen töte, sei schlimmer als Götzendienst. Der Kardinal kritisierte insbesondere die Verschmutzung des Wassers und die Zerstörung der Umwelt. Nach Angaben des Nationalen Sicherheitsrates wurden seit 2021 mehr als 8.500 illegale Abbaustätten geräumt und 4.474 Menschen der Justiz überstellt. Dogbo beklagte jedoch, dass sich das Problem trotz staatlicher Maßnahmen und früherer Warnungen der Bischöfe weiter ausgebreitet habe.

Apell an Staat und Gesellschaft

Der Kardinal forderte die Behörden auf, ihre Maßnahmen gegen den illegalen Goldabbau zu verstärken und die Wasserressourcen sowie Menschen, Tiere und Ökosysteme des Landes zu schützen. Zugleich nahm Dogbo auch die Gesellschaft in die Verantwortung. Der Schutz der Schöpfung sei nicht allein Aufgabe des Staates, sondern auch der lokalen Gemeinschaften, wirtschaftlicher Akteure und jedes einzelnen Bürgers. Die Menschen seinen dazu bestimmt, Hüter der Schöpfung zu sein, anstatt sie grenzenlos auszubeuten.

(aciafrica – vo)