aicaap.jpg Der chinesische Präsident Xi Jinping und der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi nehmen an der Unterzeichnungszeremonie bilateraler Abkommen im Ittihadiya-Palast in Kairo, Ägypten, teil. Foto: Reuters

Ägypten war das erste afrikanische Land, das diplomatische Beziehungen zu China aufnahm. Daher ist die Rückkehr des chinesischen Präsidenten und Generalsekretärs Xi Jinping nach Kairo nicht nur eine Fortsetzung der Tradition freundschaftlicher Beziehungen, sondern auch ein Meilenstein für beide Seiten, um Prioritäten für eine neue Phase festzulegen.

Besonders hervorzuheben ist der qualitative Wandel in der wirtschaftlichen Zusammenarbeit. China ist seit vielen Jahren Ägyptens größter Handelspartner und wichtigster Importeur. Das bilaterale Handelsvolumen stieg von 10,21 Milliarden US-Dollar im Jahr 2013 auf 20,79 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025. Mehr als 2.800 chinesische Unternehmen sind derzeit in Ägypten tätig und decken Schlüsselsektoren wie Infrastruktur, neue Energien, Transport, Telekommunikation, Textilien, Luft- und Raumfahrt sowie Spitzentechnologie ab.

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Die bloße Betrachtung dieser Zahlen reicht jedoch nicht aus, um die Bedeutung der chinesisch-ägyptischen Wirtschaftsbeziehungen vollständig zu erfassen. Tatsächlich vollzieht sich ein Wandel von einem rein kommerziellen Modell hin zu einem Modell der Produktionskooperation und einer schrittweisen Lokalisierung der Industrie. Dieser Faktor kann die Entwicklungsmöglichkeiten Ägyptens langfristig stärken. Die TEDA-Wirtschafts- und Handelskooperationszone Suez in Ain Sokhna ist ein Paradebeispiel dafür. Mit über 200 ansässigen Unternehmen und mehr als 10.000 geschaffenen Arbeitsplätzen zeigt sich, dass dieses Gebiet nicht nur ein Ziel für chinesisches Kapital ist, sondern auch einen Produktionsraum bildet, der Ägypten mit größeren Märkten verbindet. Von hier aus können Waren in den Nahen Osten, nach Afrika und Europa exportiert werden, wobei Ägyptens geografische Lage und sein Netzwerk an Handelsabkommen genutzt werden.

Mit anderen Worten: Ägyptens Vorteil liegt nicht allein in der Größe seines Binnenmarktes. Sein größerer Wert liegt in seiner strategischen Lage als Knotenpunkt zwischen Wirtschaftsregionen. Der Suezkanal, seine Seehäfen, die Sonderwirtschaftszone Suez und sein vernetztes Verkehrssystem bilden eine Struktur, die Ägypten zu einem regionalen Logistik- und Produktionszentrum machen kann. Für China ist dies ein entscheidendes Tor zur Stärkung der Verbindungen nach Afrika und in die arabische Welt . Für Ägypten bietet es die Chance, seinen geostrategischen Vorteil in einen Motor für die Industrialisierung umzuwandeln. Genau hier zeigt sich der praktische Nutzen der Verbindung zwischen Chinas Seidenstraßeninitiative und Ägyptens Vision 2030. Projekte wie das zentrale Geschäftsviertel in der neuen Verwaltungshauptstadt und die Stadtbahnlinie, die Kairo mit neuen Städten verbindet, sind deutliche Beispiele für die chinesisch-ägyptische Zusammenarbeit.

Es ist bemerkenswert, dass der Wert einer strategischen Partnerschaft nicht allein an Großprojekten gemessen werden kann. Entscheidender ist, ob diese Projekte zur Schaffung neuer Entwicklungskapazitäten beitragen. Daher sind die Bemühungen beider Seiten zur Förderung der Zusammenarbeit in den Bereichen grüne Energie, Elektromobilität , Luft- und Raumfahrt, digitale Wirtschaft und moderne Agrartechnologie von besonderer Bedeutung. Diese Bereiche werden künftig die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft bestimmen. Digitale Technologien und künstliche Intelligenz könnten sich dabei zu einem wichtigen neuen Kooperationsfeld entwickeln. Ägypten beschleunigt seine digitale Transformation, während China über beträchtliche Kapazitäten in den Bereichen Telekommunikationsinfrastruktur, Rechenzentren, Computertechnik und Anwendungen künstlicher Intelligenz verfügt. Diese Komplementarität eröffnet vielfältige Kooperationsmöglichkeiten – von der Entwicklung digitaler Infrastruktur über die Ausbildung von Fachkräften bis hin zur Technologieforschung.

Die Tiefe der chinesisch-ägyptischen Beziehungen spiegelt sich auch in den Übereinstimmungen bei einer Reihe internationaler Fragen wider. Beide Länder schätzen die Rolle der Vereinten Nationen, unterstützen die Stärkung der Stimme der Entwicklungsländer und fördern ein gerechteres globales Governance-System.

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Siebzig Jahre nach Aufnahme diplomatischer Beziehungen stehen China und Ägypten an einem Wendepunkt. Der Besuch des chinesischen Präsidenten und Generalsekretärs Xi Jinping in Kairo nach zehn Jahren ist daher mehr als nur ein diplomatisches Ereignis. Er zeigt, dass Peking und Kairo ihre umfassende strategische Partnerschaft vertiefen und ihre bilateralen Interessen an die bedeutenden Veränderungen in der Weltwirtschaft und Geopolitik anpassen wollen.

Quelle: https://hanoimoi.vn/trung-quoc-ai-cap-chuong-moi-cua-quan-he-doi-tac-chien-luoc-toan-dien-1705939.html