Der Jeep Gladiator bildet die Basis für eine ungewöhnliche 6×6-Umbauvariante. Der Maximus 6×6 entsteht beim südafrikanischen Spezialisten Ulterio Motiv, wo man sich auf Dreiachs-Umbauten vor allem von Toyota und Ford-Modellen spezialisiert hat. Für den Maximus 6×6 verwendet Ulterio Motiv einen serienmäßigen Jeep Gladiator, dessen Fahrgestell für die zusätzliche Achse und die vergrößerte Ladefläche umfangreich überarbeitet wird.

Ein Meter mehr Radstand

Zwischen der zweiten und dritten Achse wächst der Radstand um 1.040 Millimeter. Die Gesamtlänge des Fahrzeugs beträgt anschließend stolze 6,58 Meter. Gleichzeitig wird die Ladefläche des Gladiator auf 2,5 Meter verlängert. Für den Umbau sind Änderungen an Fahrgestell, Karosserie, Antriebsstrang und Übersetzung erforderlich.

Nach Angaben von Ulterio Motiv steigt die Nutzlast auf 1.090 Kilogramm, das zulässige Gesamtgewicht auf 3.490 Kilogramm. Damit bleibt der Maximus 6×6 in Südafrika als leichtes Nutzfahrzeug der „Bakkie“ (Pick-up)-Klasse eingestuft und fällt nicht in die Kategorie der schweren Nutzfahrzeuge.

Satte Höherlegung

Für die Umsetzung des 6×6-Umbaus stehen verschiedene Komponenten und Ausbaustufen zur Verfügung. Das Fahrwerk kann unter anderem mit einer Höherlegung um sechs Zoll, Teraflex-Schraubenfedern, Skyjacker-2.0-Reservoir-Stoßdämpfern und verstellbaren Längs- beziehungsweise Querlenkern ausgestattet werden. Für die Vorderachse ist eine Bremsanlage mit 350 Millimeter großen Bremsscheiben und Sechskolben-Bremssätteln erhältlich. Auch die Lenkung wird an die geänderte Fahrzeugkonfiguration angepasst.

Bei Rädern und Reifen stehen 17- oder 20-Zoll-Leichtmetallräder zur Verfügung. Vorgesehen sind Reifen der Dimension 37 x 12,5 Zoll, wahlweise als All-Terrain- oder Mud-Terrain-Ausführung. Zusätzlich können unter anderem Dach- und Ladeflächen-Trägersysteme, Stauraumlösungen, Zusatzbeleuchtung, Bergeausrüstung und Seilwinden montiert werden. Auch optionales Motortuning, zum Beispiel der Einbau eines Kompressors, ist im Laufe des Umbaus möglich.

Mit V6-Saugmotor

Die technische Grundlage bleibt der in Südafrika angebotene und bei uns längst eingestellte Jeep Gladiator mit 3,6-Liter-Pentastar-V6-Benziner. Der Saugmotor leistet 284 PS und entwickelt ein maximales Drehmoment von 347 Nm. Die Kraftübertragung übernimmt ein Achtgang-Automatikgetriebe.

Zum serienmäßigen Antriebskonzept des Gladiator gehören das Rock-Trac-Allradsystem mit einer Geländeuntersetzung von 4:1, Dana-44-Achsen vorn und hinten sowie eine verkürzte Achsübersetzung mit 4,10:1. Hinzu kommen Tru-Lok-Differenzialsperren. Für den 6×6-Umbau werden Antriebsstrang und Übersetzung entsprechend der veränderten Fahrzeugkonfiguration modifiziert.

Nach Angaben von Ulterio Motiv beginnt der Preis für die Maximus-6×6-Konversion bei 3,5 Millionen südafrikanischen Rand, umgerechnet rund 188.700 Euro. Darin enthalten sind der eigentliche 6×6-Umbau, die Fahrwerkshöherlegung, die geänderte Übersetzung, Anpassungen an der Lenkung, die aufgerüstete Vorderachs-Bremsanlage sowie 17-Zoll-Räder mit 37-Zoll-Reifen. Der endgültige Preis hängt von der gewählten Ausstattung und weiteren Optionen ab.

Fazit