Wegen Drogen

Ägyptische TV-Moderatorin zum Tode verurteilt

07.09.2026 – 10:26 UhrLesedauer: 2 Min.

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Sarah Khalifa: Auf Instagram folgen der TV-Moderatorin 2,6 Millionen Menschen. (Quelle: instagram.com/Sarah_Khalifa)

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In Ägypten werden Drogendelikte hart bestraft. Als ein kriminelles Netzwerk auffliegt, landet auch die bekannte Medienpersönlichkeit Sarah Khalifa vor Gericht.

Wegen der Herstellung und des Verkaufs von Drogen hat ein Gericht in Ägypten die TV-Moderatorin Sarah Khalifa zum Tode verurteilt. Das berichtet die staatliche Nachrichtenseite „Al-Ahram“.

Das Gericht sah als erwiesen an, dass sie eine kriminelle Vereinigung bildeten, um synthetische Drogen herzustellen und diese dann in Umlauf zu bringen. Khalifa wurde mit elf anderen Angeklagten zum Tode verurteilt, neun weitere Angeklagte wurden zu lebenslanger Haft verurteilt.

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Die 39-Jährige arbeitete für verschiedene ägyptische Fernsehsender und wurde unter anderem mit einer Sendung über Kriminalität bekannt. Daneben gründete sie ein Zentrum für Schönheitschirurgie. Auf Instagram folgen der Moderatorin 2,6 Millionen Menschen. Im April 2025 war Khalifa festgenommen worden.

In dem Gerichtsprozess hatten 20 Zeugen ausgesagt, zudem wurden Nachrichten, Fotos und Videos ausgewertet. Ermittler stellten laut Staatsanwaltschaft mehr als 750 Kilogramm Drogen sicher.

„Nie zuvor“ Drogen gesehen

Khalifa wies die Vorwürfe von sich. „Ich schwöre bei Gott, dass nichts davon je passiert ist“, sagte sie ägyptischen Medien zufolge. Sie habe „noch nie zuvor Drogen“ gesehen – bis sie bei den Ermittlungen damit fotografiert worden sei.

Zwei Angeklagte sind noch auf freiem Fuß und wurden der Staatsanwaltschaft zufolge mit Reiseverboten belegt. Khalifa und die anderen Verurteilten können das Urteil noch anfechten.

Die Gesetze zu Drogendelikten in Ägypten sind streng. Für den Schmuggel drohen lange Haftstrafen oder die Todesstrafe, die im Land durch Erhängen vollstreckt wird. Der Menschenrechtsorganisation Amnesty International zufolge wurden in Ägypten vergangenes Jahr 23 Todesurteile vollstreckt.