Ein Strafgericht in Kairo hat die ägyptische TV-Moderatorin Sarah Khalifa wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung zur Herstellung und zum Vertrieb synthetischer Drogen zum Tode verurteilt. Mit ihr erhielten elf weitere Angeklagte die Todesstrafe, wie die staatliche Nachrichtenseite Al-Ahram berichtete. Die Angeklagten können das Urteil vor dem Kassationsgericht, dem höchsten Strafgericht des Landes, anfechten.

Die Staatsanwaltschaft hatte Khalifa und insgesamt 27 weitere Beschuldigte angeklagt, eine organisierte kriminelle Gruppe gebildet zu haben. Einige Mitglieder sollen demnach Rohstoffe für die Herstellung synthetischer Drogen aus dem Ausland eingeführt, andere die Drogen hergestellt und weitere sie vertrieben haben. Die Verurteilten wurden außerdem wegen des Besitzes nicht lizenzierter Schusswaffen und Munition schuldig gesprochen.

„Ich schwöre bei Gott, dass nichts davon je passiert ist.“

Khalifa, die als Moderatorin für verschiedene ägyptische Fernsehsender arbeitete, war im April 2025 in Kairo festgenommen worden. Bekannt wurde sie unter anderem durch die Sendung „Mission Impossible“ des Privatsenders al-Mehwar, in der es um Kriminalfälle geht. Zudem betreibt sie ein Zentrum für Schönheitschirurgie. Khalifa weist die Vorwürfe zurück: „Ich schwöre bei Gott, dass nichts davon je passiert ist“, sagte sie ägyptischen Medien zufolge.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft beschlagnahmten die Ermittler mehr als 750 Kilogramm synthetischer Drogen und zur Herstellung verwendeter Rohstoffe. Die Anklage stützte sich den Angaben zufolge auf die Aussagen von 20 Zeugen sowie auf digitale Beweismittel, darunter Nachrichten, Fotos und Videos.