Laut WHO hat sich der durch das Bundibugyo-Virus verursachte Ebola-Ausbruch auf sechs Provinzen im Osten und Nordosten der Demokratischen Republik Kongo ausgebreitet. Zahlen des Nationalen Instituts für öffentliche Gesundheit der Demokratischen Republik Kongo zeigen, dass das Land bis zum 5. September 6.604 bestätigte Fälle und 3.175 Todesfälle verzeichnete.

Auf einer Pressekonferenz in Genf erklärte Luca Fontana, ein hochrangiger technischer Beamter der WHO, dass derzeit fast 4.000 Gesundheitsfachkräfte in Ebola-Behandlungszentren im Einsatz sind. Die WHO strebt eine Kapazitätserweiterung auf rund 3.000 Betten mit etwa drei Gesundheitsfachkräften pro Bett an, was einen Bedarf von rund 9.000 Mitarbeitern bedeutet. Das Gesundheitssystem benötigt daher zusätzlich 5.000 Personal.

Laut WHO wurden in 59 Behandlungszentren fast 1.400 Krankenhausbetten eingerichtet, doch werden weitere 1.600 benötigt, um der rasch steigenden Nachfrage gerecht zu werden. Angesichts der Ausbreitung der Krankheit setzen die Behörden nun auf eine dezentralere Strategie und errichten Behandlungszentren in der Nähe neu betroffener Gemeinden.

Angesichts der Kürzungen internationaler Finanzmittel für die Ebola-Bekämpfung hat die WHO zudem Schwierigkeiten, internationale Organisationen mit ausreichenden Kapazitäten für den Betrieb von Ebola-Behandlungszentren zu mobilisieren. Die WHO ruft die Geber auf, die Mittel für ihren 1,3 Milliarden US-Dollar umfassenden Ebola-Bekämpfungsplan für die nächsten sechs Monate aufzustocken.

Dieser Ebola-Ausbruch wird durch den Bundibugyo-Stamm verursacht, für den es derzeit weder einen zugelassenen Impfstoff noch eine spezifische Behandlung gibt. Mehrere Impfstoffe und Behandlungsmethoden werden derzeit erforscht. Dieser Virusstamm betrifft Gebiete mit langwierigen Konflikten, einer unzureichenden Gesundheitsinfrastruktur und der Aktivität zahlreicher bewaffneter Gruppen, was die Bekämpfung der Krankheit zusätzlich erschwert.

Fontana erklärte, dass die meisten Patienten anfangs aus Bunia, der Hauptstadt der Provinz Ituri, stammten, inzwischen aber auch in weit vom Epizentrum entfernten Gebieten festgestellt würden, was auf eine Ausbreitung hindeute. Er betonte, dass die Maßnahmen an die neue Situation angepasst werden müssten.

Ebola hat in den vergangenen 50 Jahren in Afrika mehr als 15.000 Menschenleben gefordert. Der letzte schwere Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo zwischen 2018 und 2020 kostete fast 2.300 Menschen das Leben; es wurden etwa 3.500 Fälle gemeldet.

Quelle: https://nhandan.vn/dich-ebola-who-canh-bao-thieu-5000-nhan-vien-y-te-de-ung-pho-voi-dich-tai-cong-hoa-dan-chu-congo-post987204.html