Präsident Cyril Ramaphosa hat den 4. November 2026 offiziell zum nationalen Feiertag erklärt. An diesem Tag wählt Südafrika seine neuen Gemeinderäte.

JHM – Für Millionen Südafrikaner fällt der Mittwoch nach den Ferien anders aus als gewohnt. Ramaphosa hat den Wahltag der Kommunalwahlen per Gazettierung zum offiziellen Feiertag gemacht und damit den letzten formalen Schritt vor dem Urnengang vollzogen.

Gazettierung schließt das Verfahren ab

Grundlage der Entscheidung ist Paragraf 2A des Public Holidays Act. Dieser erlaubt es dem Präsidenten, per Bekanntmachung im Government Gazette einen bestimmten Tag landesweit oder regional zum Feiertag zu erklären. Zuständig für die Terminfestlegung ist Minister Velenkosini Hlabisa vom Ressort für kommunale Zusammenarbeit, der das Wahldatum bereits im August offiziell proklamiert hatte. Mit der Unterschrift des Präsidenten ist der rechtliche Rahmen nun vollständig.

Warum ausgerechnet dieser Mittwoch

Ramaphosa hatte das Datum bereits im April bei einer Sitzung des Extended Presidential Coordinating Council festgelegt. Der 4. November liegt bewusst außerhalb der Festtagszeit und soll die Wahlbeteiligung erhöhen. Ein Feiertag mitten in der Woche gilt als bewährtes Mittel, um möglichst vielen Berufstätigen die Stimmabgabe zu erleichtern, ohne den Schulbetrieb langfristig zu stören.

Rückendeckung für die Matric Prüfungen

Weil zahlreiche Schulen als Wahllokale dienen, gab es im Vorfeld Bedenken wegen möglicher Überschneidungen mit der Matric Prüfungsphase. Die unabhängige Wahlkommission IEC hat gegenüber dem parlamentarischen Ausschuss für Haushaltsbewilligungen erklärt, dass sie sich dazu mit dem Department of Basic Education abgestimmt hat. Weil der Wahltag als Feiertag ausfällt, soll es zu keinen nennenswerten Störungen für die Prüfungskandidaten kommen.

Ein bewährtes Verfahren

Dass Wahltage in Südafrika zu Feiertagen erklärt werden, ist keine Neuheit. Schon bei den Kommunalwahlen 2021 hatte Ramaphosa den 1. November zum arbeitsfreien Tag bestimmt. Die IEC bereitet die Wahl mit einem Budget von rund 3,2 Milliarden Rand vor, umgerechnet etwa 160 Millionen Euro. Ein Schwerpunkt liegt auf der Wählerregistrierung, insbesondere bei bislang unterrepräsentierten Gruppen.

Quellen: BusinessTech, IOL, Mail and Guardian, Joburg ETC