Der französische Ölkonzern TotalEnergies wird nach Angaben von Vorstandschef Patrick Pouyanne in den kommenden fünf Jahren gemeinsam mit Partnern 10 Mrd. USD in Angola investieren, um die Förderung über verschiedene Projekte hinweg zu stärken, sagte er am Mittwoch auf einer Ölkonferenz in Luanda.

Angola, nach Nigeria der zweitgrößte Rohölproduzent in Subsahara-Afrika, hat eine umfassende regulatorische Reform angestoßen, um Investitionen in die Exploration zu fördern, da das Land angesichts reifer Offshore-Felder die Produktionsniveaus halten will.

TotalEnergies, der größte Ölbetreiber des Landes, fördert in Angola rund 450.000 Barrel pro Tag und arbeitet daran, dieses Niveau zu halten, so Pouyanne, während das südafrikanische Land versucht, eine Förderung von rund 1 Mio. Barrel pro Tag zu sichern.

‚Investitionen sind notwendig, um diese Produktionsniveaus zu erreichen‘, sagte er den Delegierten.

TotalEnergies entwickelt das 6 Mrd. USD schwere Kaminho-Projekt, rund 100 km vor der Küste Angolas, nachdem 2024 die endgültige Investitionsentscheidung gefallen war.

Das Projekt im Kwanza-Becken, das an das siebte schwimmende Produktions-, Lager- und Verlade-Schiff (FPSO) des Unternehmens im Land angebunden ist, soll 2028 die Produktion aufnehmen.

Pouyanne sagte am Mittwoch, das Unternehmen habe zwei neue Explorationslizenzen für die Offshore-Blöcke 17 und 32 in Partnerschaft mit Exxon Mobil unterzeichnet.

Zudem werde man gemeinsam mit großen Unternehmen eine Initiative für Geowissenschaften auf Basis künstlicher Intelligenz starten, um die Exploration der Offshore-Ölblöcke Angolas zu unterstützen.

‚Wir werden sie zunächst im Angola-Becken einsetzen, weil wir überzeugt sind, dass es noch weitere Entdeckungen geben wird, wie etwa jene in Block 17 und Block 0‘, sagte er.