Sion-Stürmer sagt Kongo ab

Winsley Boteli will offenbar für die Schweizer Nationalmannschaft spielen. Der Stürmer des FC Sion wurde auch von der Demokratischen Republik Kongo umworben.

Syl BattistuzziDarum geht’sWinsley Boteli will für die Schweizer Nationalmannschaft spielen und sieht keinen Grund für einen Wechsel zur DR Kongo. Für ihn sei die Schweiz nach Jahren in den Nachwuchsteams die natürliche Wahl, wie er gegenüber «Le Nouveliste» festhält.Der 20-jährige Sion-Stürmer steht bereits mit dem Schweizer Trainerteam in Kontakt und wartet auf eine mögliche Nominierung durch Murat Yakin für die kommenden Nations-League-Spiele.Auch die DR Kongo warb intensiv um Boteli, der in 12 Pflichtspielen 12 Tore erzielte. Mit einem Pflichtspieleinsatz für die Schweiz wäre er künftig fest an die Nati gebunden.Zusammenfassung erstellt mitmyAi

Kurz vor dem Start der Nations-League-Kampagne, bei der die Nati auf Nordmazedonien, Schottland und Slowenien trifft, hat sich Winsley Boteli gegenüber «Le Nouveliste» über seine sportliche Zukunft geäussert.

«Warum sollte ich wechseln, wo ich doch seit meinen ersten Einsätzen in den Jugendnationalmannschaften gemeinsam mit meinen Kumpels das Trikot der Schweiz getragen habe?», meint er und ergänzt: «Ich sehe keinen Grund, plötzlich meine sportliche Nationalität zu wechseln. Es handelt sich nicht um eine Entscheidung, sondern um eine natürliche Wahl. Ich habe in der Schweiz mit dem Fussball angefangen und bin dort aufgewachsen.»

Assistenztrainer Davide Callà und SFV-Medienchef Adrian Arnold tauschten sich nach dem Conference-League-Spiel von Sion gegen Ajax Amsterdam im Stade de Tourbillon mit ihm aus. Auch mit U21-Coach Alex Frei soll er geredet haben. «Ich stehe in Kontakt mit den Trainern. Ich warte auf die Nominierung», hält er fest. Murat Yakin wird bald seinen Kader für die kommenden Länderspiele bekanntgeben.

Der Kongo hatte seit mehreren Wochen grosses Interesse am formstarken Sion-Stürmer bekundet. Der 20-jährige Genfer, der bei Servette ausgebildet wurde, schoss in wettbewerbsübergreifend 12 Partien 12 Tore. Viele Top-Klubs haben ihn auf dem Zettel, zuletzt soll Sion-Boss Christian Constantin ein Angebot von Galatasaray Istanbul in Höhe von 30 Millionen Euro abgelehnt haben.

Der «Blick» hatte sogar über das Engagement des Staatspräsidenten und des Sportministers in dieser Angelegenheit berichtet. «Ich bin auch Kongolese und weiss, wie wichtig Fussball in diesem Land ist. Es hat mich sehr gefreut, die Vertreter des Landes dort zu sehen. Ich bin stolz auf dieses Interesse.»

Mit einem Einsatz in einem Pflichtspiel für die Schweiz wäre der begehrte Stürmer für die Nati gesichert. Gemäss «Blick» soll der Schweizer Shootingstar schon am 17. September im Aufgebot von Yakin stehen.