Genf – Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sucht nach eigenen Angaben 5.000 zusätzliche Gesundheitsfachkräfte zur Bekämpfung der Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik (DR) Kongo.

Wie der WHO-Vertreter Luca Fontana gestern sagte, sollen insgesamt 3.000 Betten für Ebola-Patienten in Behandlungszentren im Kongo eingerichtet werden. Da für jeden Patienten drei Pflegekräfte benötigt werden, beläuft sich der Personalbedarf auf 9.000. Bisher beschäftigen die Behandlungszentren aber nur knapp 4.000 Menschen.

Fontana sagte, das Gesundheitsministerium in Kinshasa bemühe sich dringend darum, in anderen Regionen geschultes Personal zu finden, das in die von dem Ebola-Ausbruch betroffenen Provinzen entsandt werden könne.

„Jedes Behandlungszentrum, das vollständig mit Personal ausgestattet und funktionsfähig ist, bedeutet, dass wir mehr Leben retten können und eine größere Chance haben, diesen Ausbruch unter Kontrolle zu bringen“, sagte Fontana.

Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo war am 15. Mai offiziell festgestellt worden, wahrscheinlich hatte sich das Virus damals aber schon wochenlang verbreitet. Die Epidemie betrifft mehrere Provinzen im Norden und Osten des zentralafrikanischen Landes, wo die medizinische Versorgung nach jahrelangen bewaffneten Konflikten stark eingeschränkt ist.

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Nach Angaben der WHO starben im Kongo seit Beginn der Epidemie mindestens 3.175 Menschen an Ebola. Insgesamt wurden mehr als 6.600 Infektionsfälle bestätigt. In den vergangenen 50 Jahren starben in Afrika mehr als 15.000 Menschen an der Krankheit.

afp

Fachgebiete:Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie