Kilometerhohe Rauchwolke
Vulkan bricht erstmals seit Jahrtausenden aus
Aktualisiert am 24.11.2025Lesedauer: 2 Min.
Vulkanausbruch in Äthiopien: Die Rauchwolke war kilometerweit sichtbar. (Quelle: Afar Government Communication Bureau/AP/dpa/dpa)
Über Jahrtausende rührte sich der Vulkan Hayli Gubbi nicht. Doch dann steht Sonntag plötzlich dunkler Rauch am Himmel und die Erde bebt.
Im Nordosten Äthiopiens ist am Sonntag erstmals seit Tausenden von Jahren der Vulkan Hayli Gubbi ausgebrochen. Die Eruption rief in der Umgebung mäßige Erschütterungen hervor, berichtete der lokale Fernsehsender Afar TV.
Bei dem Hayli Gubbi handelt es sich um einen flachen Schildvulkan, der durch dünnflüssige, schnell fließende Lava entstanden ist. Zuletzt ist er Berichten zufolge wohl vor rund 12.000 Jahren ausgebrochen. Seitdem galt er als inaktiv.
Der etwa 500 Meter hohe Vulkan liegt im Rift Valley, einer Zone intensiver geologischer Aktivität. Dort treffen zwei tektonische Platten aufeinander.
In der Region Afar rund um den Vulkan Hayli Gubbi leben etwa 9.000 Menschen. Todesopfer oder Sachschäden gibt es laut der örtlichen Verwaltung nicht.
Allerdings legte sich eine dicke Ascheschicht über die umliegenden Dörfer. Für die Menschen vor Ort, die häufig von nomadischer Viehzucht leben, hat das weitreichende Konsequenzen. Denn solange die Felder verschmutzt sind, können die Tiere nicht grasen. Es droht eine Nahrungsmittelknappheit.
Nach dem Ausbruch bildete sich eine 8,5 Kilometer hohe Aschewolke, die ostwärts in Richtung Jemen und Oman auf der Arabischen Halbinsel zog, erklärte das EU-Zentrum für humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz (Echo).
Im Jemen macht sich die vulkanische Asche in verschiedenen Teilen des Landes bemerkbar, so die Regierung. Auch im Oman beobachtet man die Lage, erklärte die zuständige Behörde. Erhöhte Werte konnten bislang aber noch nicht festgestellt werden. Laut Echo ist die Wolke mittlerweile in Richtung Pakistan weitergezogen.
