Die Länder im südlichen Afrika erleben derzeit die schlimmste Dürre seit 40 Jahren. Sie führt zu Ernteausfällen und Wasserknappheit und endet in einer Hungerkrise: Allein in Simbabwe seien 7,4 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen, berichtete der Bischof der Diözese Mavingo, Raymund Tapiwa Mupa.

Katholiken in Afrika gegen Öl-Pipeline

Katholische Umweltschützer des „Laudato Si‘ Movement“ in Afrika wollen einen Stopp des East African Crude Oil Pipeline Projects (EACOP) erwirken. Mit dem bereits im April 2016 …

Er äußerte sich gegenüber den Päpstlichen Missionswerken „Missio Österreich“ an diesem Dienstag. Jedes vierte Kind im Land zeigt demnach Anzeichen einer Mangelernährung.

Missio-Nationaldirektor Pater Karl Wallner bittet per Pressemitteilung um Spenden für Nahrungsmittel und Trinkwasser, um den notleidenden Menschen in Simbabwe zu helfen: „Ohne Ihre Unterstützung haben unsere Brüder und Schwestern in Simbabwe keine Zukunft. Vielleicht überleben sie nicht einmal die nächsten Wochen.“

Notstand seit April

Simbabwes Regierung hat bereits im April wegen der anhaltenden Dürre und der sich ausbreitenden Hungerkatastrophe den Notstand ausgerufen. Wegen der Trockenheit suchten sogar die Elefanten in den Dörfern an den Wasserstellen der Menschen und auf den Feldern nach Essen und Trinken, schilderte Bischof Mupa. Selbst dürreresistente Pflanzen wie Kuhbohnen und Hirse seien schwer geschädigt.

Missio Österreich versorgt gemeinsam mit der Diözese Mavingo vor Ort in Simbabwe hungernde Familien mit Lebensmittelpaketen. Babys und Kleinkinder erhalten einen nahrhaften Sojabrei. Schwangere und stillende Mütter bekommen sättigende Nahrungsmittel für sich und ihre Kinder. Doch die Rationen seien knapp, bat Missio-Nationaldirektor Wallner um Unterstützung der Hilfe.

(pm/kap – sst)