Fans machen Fotos mit ihren Smartphones

Stand: 19.01.2026 • 13:22 Uhr

Senegal hat den Afrika-Cup gewonnen – mit 1:0 gegen Marokko – nach einem Eklat und einem drohenden Spielabbruch. Damit hatten auch viele Marokko-Fans in NRW nicht gerechnet.

Beim Finale des Afrika-Cups gab es gestern ordentlich Chaos. Gastgeber Marokko hat gegen Senegal gespielt. Kurz vor Schluss stand es 0:0, dann kam es zu einem umstrittenen Elfmeter für Marokko. Viele Spieler und der Trainer vom Senegal haben das nicht eingesehen. Sie sind aus Protest vom Feld gegangen. Vor allem, weil ihnen vorher selbst ein Tor nicht anerkannt wurde. Erst nach langer Diskussion ging das Spiel weiter; Marokko hat seinen Elfmeter bekommen – und verschossen. Senegal gewann 1:0. Das Siegtor fiel in der Verlängerung.


Senegal gewinnt Skandal-Finale im Afrika-Cup

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Marokko: Traum vom zweiten Titel geplatzt

Der Senegal feiert den Sieg im Afrika-Cup und Marokko ist nach diesem Hin und Her am Boden zerstört. Damit hatten viele Marokko-Fans nicht gerechnet. Auch in NRW war die Stimmung in der marokkanischen Community vor dem Spiel noch ausgelassen und voller Hoffnung – vor allem in Düsseldorf Oberbilk, auch bekannt als „Klein Marokko“. WDR-Reporter Andreas Turnsek war dort. Er hat Fans in einem Restaurant getroffen, die gemeinsam das Spiel schauen wollten:

Dass das Finale im Afrika-Cup dann allerdings so wild werden würde, damit hatte wohl auch in Düsseldorf Oberbilk niemand gerechnet. Ein Fan zeigte sich siegessicher: „Auf jeden Fall wird das heute klappen und wir werden gewinnen.“

Nach dem Finale des Afrika-Cups

Die Aussichten für Marokko standen zuletzt alles andere als schlecht: Die Mannschaft hatte in einem dramatischen Halbfinale gegen Nigeria im Elfmeterschießen 4:2 gewonnen. Dementsprechend rechneten sich viele gute Chancen für das Finale aus. Dort stand Marokko das letzte Mal 2004. Es wäre der zweite Titel bei der Afrika-Meisterschaft nach 50 Jahren gewesen. „Das haben wir so lange erwartet“, sagte eine Frau beim Public Viewing in Düsseldorf. Marokko-Fans müssen sich nun noch länger auf den nächsten Titel gedulden.

Unsere Quellen:

Sportschau
Reporter vor Ort

Sendung: WDR Fernsehen, WDR aktuell, 19.01.2026, 12:45 Uhr

Westdeutscher Rundfunk