Während des Fluges von Luanda nach Malabo in Äquatorialguinea hat Papst Leo XIV. an diesem Dienstag Fragen von mitreisenden Journalisten beantwortet. Im Gespräch mit angolanischen Medienvertretern zog das Kirchenoberhaupt eine positive Bilanz seines Besuchs und betonte die wachsende Bedeutung der katholischen Kirche für die soziale Entwicklung des Landes.
Zum ersten Jahrestag seines Ablebens erinnern Vatican News, Radio Vatikan und L’Osservatore Romano in einer 27-minütigen Dokumentation an die bedeutendsten Augenblicke der Amtszeit …
Salvatore Cernuzio – Auf dem Flug Luanda/Malabo
Auf die Frage nach der Rolle der Kirche bei der Verbesserung des Bildungs- und Gesundheitswesens in Angola erklärte der Papst, dass er dieses Thema mit dem Staatspräsidenten erörtert habe. Ziel sei eine verstärkte Kooperation zwischen Kirche und Staat. „Wir arbeiten bereits für das Wohl des gesamten Volkes zusammen, jedoch von verschiedenen Ansätzen aus“, so Leo XIV. Es sei besprochen worden, wie staatliche Dienstleistungen, insbesondere der Bau neuer Krankenhäuser und Strukturen, durch gemeinsames Engagement verbessert werden können.
Zum Nachhören – was der Papst sagte
Der Papst betonte, dass die Kirche die Verantwortung trage, durch ihr Zeugnis und die Verkündigung des Wortes Gottes die universellen Rechte aller Menschen zu fördern. In diesem Zusammenhang stellte er auch die Gründung neuer Diözesen in Aussicht, um eine größere Nähe der Bischöfe zur Bevölkerung als „Hirten des Volkes“ zu gewährleisten.
Zukunft des Kardinalskollegiums
Angesprochen auf ein mögliches Konsistorium und die Ernennung eines angolanischen Kardinals, erklärte der Pontifex, dass der Zeitpunkt für die Kreierung neuer Kardinäle noch nicht feststehe. „Man muss diese Frage auf globaler Ebene betrachten“, erläuterte er. Er äußerte jedoch die Hoffnung, dass für Afrika und möglicherweise auch für Angola in naher oder fernerer Zukunft die Ernennung eines Kardinals in Betracht gezogen werden könne.
In Bezug auf die Mission der Kirche unterstrich der Papst, dass es um Evangelisierung durch die „Schönheit und Anziehungskraft des Glaubens“ gehe und nicht um Proselytismus. Die Freude der Gläubigen sei die beste Form der Verkündigung.
Gedenken an Papst Franziskus
Der Reisetag markierte zudem den ersten Todestag von Papst Franziskus, der am 21. April 2025 verstarb. Papst Leo XIV. nutzte die Gelegenheit, um vor den rund 70 mitreisenden Journalisten an seinen Vorgänger zu erinnern. Er würdigte das Wirken von Papst Franziskus, insbesondere dessen Nähe zu den Armen, Kranken, Kindern und älteren Menschen.
„Er hat der Kirche durch sein Leben, sein Zeugnis, sein Wort und seine Gesten so viel geschenkt“, sagte Leo XIV. Besonders hob er den Einsatz für die „universelle Geschwisterlichkeit“ und den Respekt gegenüber allen Menschen hervor. Zudem erinnerte er an die zentrale Botschaft der Barmherzigkeit, die Franziskus bereits zu Beginn seines Pontifikats im Jahr 2013 thematisiert und im außerordentlichen Jubiläum der Barmherzigkeit vertieft habe.
Abschließend rief der Papst zum Gebet auf: „Danken wir dem Herrn für das große Geschenk des Lebens von Franziskus für die ganze Kirche und die ganze Welt.“
(vatican news – mg)