Papst Leo XIV. hat sich zum Auftakt seines Besuchs in Äquatorialguinea selbst ins Gesicht sehen können: Die First Lady des westafrikanischen Landes, Constancia Mangue (74), erschien zur Begrüßung auf dem Flughafen der ehemaligen Hauptstadt Malabo in einem hellblauen Hosenanzug, der mit Fotos des katholischen Kirchenoberhaupts und der spanischen Aufschrift „Papa León“ bedruckt ist. Leo ließ sich beim kurzen Händeschütteln nicht anmerken, ob ihm die Geste gefiel.
Das 70 Jahre alte Oberhaupt von weltweit 1,4 Milliarden Katholiken hält sich bis Donnerstag in Äquatorialguinea auf, der letzten Station einer Afrika-Reise. Zum Auftakt wurde er von Zehntausenden am Straßenrand bejubelt. Auch in der Menschenmenge waren viele Gläubige mit Leo-T-Shirts zu sehen – und auch einige in Leo-Anzügen. Auf die Kleidungsstücke waren zumeist Porträts gedruckt, die den Pontifex in vollem Ornat zeigen.
Von Äquatorialguineas annähernd zwei Millionen Einwohnern sind zwei Drittel katholischen Glaubens. Präsident Teodoro Obiang Nguema Mbasogo, der Ehemann der First Lady, ist seit einem Staatsstreich 1979 im Amt. Zusammen mit seiner Familie kontrolliert er Politik und Einnahmen des ölreichen Landes. Die Opposition wird unterdrückt.