Während im Iran laut einer Meldung vom März inzwischen Zehntausende Wohnungen zerstört sind und Sorgen über das Vorgehen der USA und Israels in der internationalen Politik lauter werden, wirkt sich der Krieg jenseits von Nahost vor allem an den Tankstellen und im Flugverkehr aus. Das bedeutet nicht nur, dass Flüge gestrichen oder andere inzwischen wieder aufgenommen werden. Sondern auch, dass neue Flugverbindungen hinzukommen. So hat die Lufthansa etwa im März bekannt gegeben, nun Extraflüge nach Asien und Afrika anzubieten. Sie profitiert dabei augenscheinlich davon, dass ihre Konkurrenz vom Krieg stärker betroffen ist.

In der Mitteilung des in Frankfurt am Main sitzenden Konzerns wird die „kurzfristig stark gestiegene Nachfrage“ als Grund für die neuen Langstreckenflüge angegeben. Diese bestehen aus vier Flügen von München nach Singapur und zwei Flügen von Frankfurt nach Kapstadt. Zudem sollen zwei Flüge von Frankfurt nach Riad neu ins Programm genommen werden. Ferner sind bei der Lufthansa-Tochter Austrian Airlines zehn neue Flüge von Wien nach Bangkok geplant. Sollte es zu weiteren Zusatzflügen kommen, wolle die Fluggesellschaft laut Mitteilung kommunizieren – man beobachte „die aktuelle Marktentwicklung konstant“.

Direktflüge nach Asien: 75 Prozent mehr Buchungen bei der Lufthansa als 2025

Den Krieg im Nahost erwähnt der Konzern in seiner Mitteilung nicht. Dieser sorgt dafür, dass die Drehkreuze des internationalen Flugverkehrs in dieser Region in ihrem Betrieb stark beeinträchtigt sind, was vor allem die dort ansässigen Airlines Emirates und Qatar Airways stark spüren. Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte laut der deutschen Presse-Agentur (dpa) zuletzt gesagt, dass verglichen mit dem Vorjahr 75 Prozent mehr Direktflüge nach Asien gebucht seien. Auch im Frachtverkehr bemerkt die Lufthansa eine gestiegene Nachfrage, berichtet die dpa mit Verweis auf Spohr.

Thomas Jensen

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München

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