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Der französische Energiekonzern TotalEnergies will Produktionsausfälle in der Golfregion aufgrund regionaler Spannungen und Lieferengpässe durch Libyen ausgleichen. Das Unternehmen gab bekannt, dass die Produktion im Nahen Osten aufgrund der anhaltenden Krise um rund 100 Barrel pro Tag zurückgegangen ist. Laut der libyschen Zeitung Al Wasat nutzt der Konzern zur Kompensation dieses Rückgangs die Einführung neuer Projekte, darunter die Wiederaufnahme der Produktion im Mabrouk-Feld in Libyen und die Entwicklung des Lapa-Feldes in Brasilien. Trotz der Schwierigkeiten in der Golfregion rechnet das Unternehmen damit, das Produktionsniveau des vierten Quartals 2025 im ersten Quartal 2026 wieder zu erreichen. Die Wiederinbetriebnahme des seit 2015 stillgelegten Mabrouk-Feldes ist ein wichtiger Bestandteil der Ausgleichsstrategie. Das Feld, etwa 130 Kilometer südlich von Sirte gelegen, wird anfänglich rund 25 Barrel pro Tag fördern und soll seine Produktion schrittweise steigern.

TotalEnergies hält einen Anteil von 37,5 % an dem Projekt und verzeichnete für 2025 eine durchschnittliche Produktion von rund 113 Barrel Erdgasäquivalent pro Tag in Libyen. Die Verluste in der Golfregion hängen auch mit den Schäden an der dortigen Energieinfrastruktur zusammen. Am 10. April gab das Unternehmen die vorsorgliche Stilllegung der Satorp-Raffinerie in Saudi-Arabien bekannt, nachdem Luftangriffe Teile der Anlage in Jubail getroffen hatten. Die regionale Krise, ausgelöst durch den Konflikt zwischen den USA und dem Iran sowie die Schließung der Straße von Hormus, belastet weiterhin die globale Versorgung. Laut Unternehmensangaben befinden sich derzeit rund 15 % der globalen Produktion in der Golfregion. In diesem Kontext erwartet TotalEnergies einen deutlichen Ergebnisanstieg im Bereich Flüssigerdgas, der sowohl durch Produktionswachstum als auch durch starke Marktvolatilität begünstigt wird, während die Raffinerie- und Handelsaktivitäten weiterhin hoch ausgelastet sind.

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