Wer waren die Toten?

Helfen könnte den Archäologen dabei die reiche Bemalung der Sarkophage. Obwohl das Holz stark angegriffen ist, sind die farbenprächtigen Malereien auf dem Gipsüberzug der Sarkophage noch gut zu erkennen. Ein solcher Fund sei außergewöhnlich, sagt Zawass. „Er enthüllt neue Geheimnisse aus der Dritten Zwischenzeit und liefert uns mehr Informationen über diese Periode“, so der Archäologe.

Doch wer die Toten aus der Felsenkammer sind, ist noch ungeklärt. Denn anders als sonst oft fehlen die Namen der Toten auf den Sarkophagen. Stattdessen tragen sie Berufsbezeichnungen. „Der am häufigsten vorkommende Titel ist der eines ‚Sängers von Amun’“, berichtet Hisham El-Leithy, Generalsekretär des Obersten Rats für Altertümer. Demnach könnten diese Toten zu einer Gruppe von Sängern gehören, die bei Zeremonien im Amun-Tempeln zum Einsatz kamen.
PypyrusrollenDie acht in der Felsenkammer entdeckten Papyrusrollen. © Ministry of Tourism and Antiquities

Papyrusrollen könnten mehr verraten

Noch sind die Malereien und Inschriften auf den Sarkophagen nicht vollständig ausgewertet. Die Archäologen hoffen daher, noch mehr über die Identität der Toten zu erfahren. Weitere Hinweise könnten vielleicht auch acht Papyrusrollen geben, die in einem großen Tongefäß in derselben Felsenkammer entdeckt wurden. Sie tragen teilweise noch das Original-Tonsiegel, mit dem sie einst verschlossen wurden.

Die nähere Annalyse dieser Schriftrollen und ihres Inhalts wird jedoch noch dauern: „Diese Papyri sind ein Informationsschatz, deren Inhalte erst nach Vollendung der Präparation und Restaurierung enthüllt werden können“, so die ägyptische Altertumsbehörde.

Quelle: Ministry of Tourism and Antiquities







3. März 2026

– Nadja Podbregar