Im Nordwesten Nigerias haben Bewaffnete 25 Schülerinnen verschleppt. Die Polizei bestätigte den Angriff auf eine weiterführende Schule für Mädchen. Dieser soll sich in den frühen Morgenstunden ereignet haben. Medienberichten zufolge wurde bei dem Angriff auf die Government Girls‘
Comprehensive Secondary School im Bundesstaat Kebbi der stellvertretende
Schulleiter getötet, als er sich den Angreifern in den Weg gestellt
hat. Ein weiterer Mensch sei verletzt worden.
Polizeiangaben zufolge waren die Angreifer mit modernen Waffen ausgerüstet und koordiniert vorgegangen. Es habe ein Feuergefecht mit dem Wachpersonal der Schule und der Polizei gegeben. Derzeit durchsucht ein Einsatzteam aus Polizei, Militär und örtlichen Milizen mutmaßliche Fluchtrouten und
umliegende Wälder.
Sicherheitsprobleme in Nigeria
Im Nordwesten Nigerias ist es in den vergangenen Jahren wiederholt zu Überfällen auf Schulen gekommen. Im März 2024 wurden im Bundesstaat Kaduna Hunderte Schulkinder und Erwachsene entführt, in Kebbi verschleppten Bewaffnete bereits im Juni 2021 mehr als 80 Schüler. Einige von ihnen befanden sich mehr als zwei Jahre in Geiselhaft. 2014 machte die Massenentführung von 276 Schülerinnen durch die Extremistengruppe Boko Haram international Schlagzeilen. Bis heute ist das Schicksal von 91 von ihnen ungeklärt.
Kriminelle Banden und islamistische Terrorgruppen entführen im Norden und im Zentrum Nigerias des Öfteren Menschen, etwa um Lösegeld oder die Freilassung von Mitgliedern zu erpressen. Bei Terrorgruppen wie Boko Haram geht es auch um politische Motive, die Gruppe will in der Region ein fundamentalistisches Regime etablieren.
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