Wer nach Ägypten reist, kann auf unterschiedlichen Wegen das zur Einreise benötigte Visum bekommen. Urlauber können entweder direkt nach der Ankunft am Flug- oder Seehafen ein sogenanntes „Visa on Arrival“ erwerben oder noch vor Reiseantritt online ein E-Visum beantragen – neuerlich müssen sich Urlauber dabei auch auf preisliche Unterschiede einstellen.

Ägypten setzt digitale Anreize

Bislang kosteten beide Methoden 25 US-Dollar (etwa 21 Euro), seit März werden für das „Visa on arrival“ 30 US-Dollar (26 Euro) abgerufen. Obwohl bisher nicht von offizieller Stelle bestätigt, berichtet das Touristik-Branchenblatt „fvw Travel Talk“ unter Berufung auf den auf Ägypten spezialisierten Reiseveranstalter Express Travel International (ETI) über die Teuerung. Diese gelte an allen relevanten Flug- beziehungsweise Seehäfen.

Schon jetzt raten viele Reiseveranstalter zur Beantragung im Voraus. Mit der kürzlichen Preisanpassung dürften in Zukunft immer mehr Reisende den günstigeren Weg über das elektronische Visum gehen – eine gewollte Entwicklung. Das Land am Nil treibt die Digitalisierung seiner Einreiseverfahren weiter voran, um die Abfertigung zu beschleunigen und Wartezeiten zu verkürzen. Besonders wichtig beim elektronischen Visum: Bei einer ungefähren Bearbeitungszeit von fünf Tagen sollte der Antrag mindestens eine Woche vor Abflug, auf der offiziellen Plattform gestellt werden.

Verstärkte Kontrollen der Behörden

Ansonsten bleiben die Bestimmungen gleich: Das Standard-Touristenvisum ist 30 Tage gültig und kann bei Bedarf im Land selbst (zum Beispiel in der Visastelle in Kairo) verlängert werden. Hierzu betont das Auswärtige Amt, dass die ägyptischen Behörden inzwischen verstärkt kontrollieren, ob der angegebene Aufenthaltszweck und die gewährte Aufenthaltsdauer tatsächlich eingehalten werden. Bei Verstößen drohen Geldstrafen, Ausweisung oder sogar Einreisesperren.