Als Naturphänomen und größtes Binnendelta der Welt mit rund 16.000 Quadratkilometern ist das Okavango-Delta Schauplatz einer faszinierenden Tierwelt. Es beherbergt 500 Vogelarten und eine große Anzahl verschiedenster Säugetiere, darunter die „Big Five“: Elefant, Büffel, Nashorn, Löwe und Leopard. Auch gefährdete Arten wie Wildhunde und Litschi-Wasserböcke sind hier noch zu finden. Die wechselnden Wasserstände haben die unterschiedlichsten Lebensräume und Landschaften geschaffen: Sümpfe, Savannen, Wälder und Halbwüsten. Rund 50.000 Menschen leben hier – vor allem von der Fischerei und einem noch recht zaghaften, naturverträglichen Tourismus.

Das Okavango-Delta ist Teil der Kavango Zambezi Transfrontier Conservation Area (KAZA), des größten grenzüberschreitenden Naturschutzgebietes der Welt, welches sich über 520.000 Quadratkilometer und über die Länder Angola, Botswana, Namibia, Sambia und Simbabwe erstreckt. Die KAZA wird über die Kreditanstalt für Wiederaufbau von der Deutschen Bundesregierung in Millionenhöhe gefördert – und das schon seit Jahrzehnten. Deutschland hat deswegen eine besondere Verantwortung für den Schutz der Region.