Als junge Assistenzzahnärztinnen wollten wir Arbeitserfahrungen im Ausland sammeln. So flogen wir für fünf Wochen nach Ruanda und packten in verschiedenen zahnärztlichen (Universitäts-)Kliniken und Schulen mit an. Die Einblicke, die wir in das Ausbildungsniveau und die Bedingungen der zahnmedizinischen Lehre und Arbeit vor Ort gewinnen konnten, haben uns auf vielen Ebenen bereichert.

Wir – Alina Küber aus Nürnberg und Friederike Matheis aus Neustadt an der Weinstraße – wollten nicht nur unsere fachlichen Fähigkeiten weiterentwickeln, sondern auch über den Tellerrand hinausschauen und einen Beitrag für die Gesellschaft leisten. Deshalb schlossen wir uns der Organisation „Dental Roots – Raçines Dentaires Aktion Zahnwurzel e.V.“ für einen Hilfseinsatz in Ruanda, Ostafrika, an.

Wir wurden Teil eines engagierten Teams und konnten zahlreichen geduldigen Patienten und fröhlichen Schulkindern helfen. Die Reise stellte sich am Ende somit nicht nur als berufliche Herausforderung heraus, sondern war auch eine kulturelle und emotionale Bereicherung.

Dental Roots setzt sich seit vielen Jahren für die Verbesserung der zahnmedizinischen Versorgung in Ruanda ein, sowohl was die Bereitstellung von ­Materialspenden als auch was die ­­Weiterbildung und den Austausch von Fachkräften betrifft.

Unsere Reise nach Ruanda war Teil dieses Programms. Zunächst reisten wir zehn Tage durch das Land mit seinen rund 14 Millionen Einwohnern, das an Burundi, die Demokratische Republik Kongo, Uganda und Tansania grenzt. Die erfahrenen Vereinspräsidenten Dr. Franz-Josef Ratter und Dr. Jürgen Raven sowie vier weitere Organisationsmitglieder führten uns zu verschiedenen zahnärztlichen Kliniken und Schulen im „Land der 1000 Hügel“. Danach begannen die Arbeitseinsätze in drei verschiedenen Kliniken.