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Nach dem bewaffneten Angriff auf den Grenzübergang Al Tum an der libysch-nigerianischen Grenze hat das Südliche Militärkommando einen Operationsraum eingerichtet, der für die Gebiete Sebha, Murzuq und Ubari zuständig ist. Die Entscheidung, die durch einen internen Befehlsakt formalisiert wurde, zielt darauf ab, die Koordination zu stärken und die Einsatzbereitschaft der Streitkräfte im Fezzan angesichts der sich verschlechternden Sicherheitslage entlang der Südgrenze zu erhöhen. Laut lokalen Quellen, die von „…“ befragt wurden, …Nova AgenturDer Operationsraum wurde vom Kommandeur des südlichen Militärbezirks eingerichtet. Mabrouk Subhan, und betrifft die im Süden stationierten Haupteinheiten. Die Initiative folgt dem koordinierten Angriff auf Al Tum und andere Grenzpunkte, bei dem mehrere Soldaten, darunter ein Offizier, gefangen genommen wurden und die Verbindungen und der Handelsverkehr zwischen Libyen und Niger daraufhin unterbrochen wurden.

Auf politisch-militärischer Ebene bleibt die Krisenbewältigung heikel. Marschall Khalifa Haftar Er rief nach Bengasi. Scheich al Lahuzah Fawzi, eine Schlüsselfigur in den Tebu-Gemeinden von Murzuq und Sebha, bat ihn, Druck für die bedingungslose Freilassung der von der bewaffneten Gruppe unter der Führung von Baraka Wardako, auch bekannt als Mohammed WardougouEr gehört der Familie Wardako an, die historisch einflussreich im Süden Libyens war und jahrelang in der Stadt Murzuq dominierte, bevor diese von Haftars Truppen erobert wurde. Laut denselben Quellen hält sich der Stammesführer seit mehreren Tagen in Bengasi auf und steht unter starkem politischen Druck, den Fall schnell abzuschließen.

Es besteht jedoch weiterhin die in libyschen Kreisen geteilte Befürchtung, dass ein direktes Eingreifen der LNA den Konflikt in einen Stammeskonflikt verwandeln könnte, mit potenziell existenziellen Folgen für die Tubou-Gemeinschaften und negativen Auswirkungen auf Haftars Präsenz im Fezzan. Daher erscheint zumindest in dieser Phase eine indirekte Vermittlung, begleitet von einer verstärkten Militärpräsenz, als der bevorzugte Ansatz. Die Einrichtung des Operationszentrums ist Teil eines Prozesses, der bereits durch den Besuch des Stabschefs der mit Ostlibyen verbundenen Streitkräfte gekennzeichnet ist. Khaled HaftarAm Grenzübergang Al Tum in den Tagen nach den Angriffen inspizierte Feldmarschall Haftars Sohn die Grenzposten und kündigte die Entsendung von Verstärkung in den Süden an. Er versicherte, die betroffenen Gebiete seien wieder gesichert. Der Fezzan bleibt somit einer der Hauptkonfliktpunkte in Libyen: ein Korridor nach Niger und Tschad, ein Knotenpunkt für den grenzüberschreitenden Schmuggel und eine Schlüsselregion für den Schutz der Energieressourcen des Südens.

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