Südafrika hatte im Zusammenhang mit von Starkregen verursachten Überschwemmungen, die im Dezember begannen, mindestens 19 Todesopfer in zwei nördlichen Provinzen gemeldet. Aus dem weltberühmten Kruger-Nationalpark wurden in dieser Woche Touristen und Mitarbeiter per Hubschrauber evakuiert. Die Nationalparkverwaltung gab die Schließung des Parks für Besucher bekannt, weil Teile davon wegen zerstörter Straßen und Brücken unpassierbar seien.

Im benachbarten Mosambik meldete der Katastrophenschutz mindestens 103 Todesopfer im Zuge einer besonders heftig ausfallenden Regenzeit seit Ende des vergangenen Jahres. Die Ursachen seien vielfältig: Stromschläge durch Blitze, Ertrinken, der Einsturz von Gebäuden und Cholerainfektionen. Laut dem Welternährungsprogramm (WFP) betrafen die schlimmsten Überschwemmungen die zentralen und südlichen Regionen Mosambiks. Mehr als 200.000 Menschen seien dort von Hochwasser betroffen. Tausende Häuser seien beschädigt worden, Zehntausende Menschen müssten sich auf eine mögliche Evakuierung einstellen.

Der Katastrophenschutz in Simbabwe berichtete von 70 Todesopfern und mehr als 1.000 zerstörten Häusern seit Beginn des Jahres. Auch Infrastruktur wie Schulen, Straßen und Brücken habe dem Starkregen nicht standhalten können. Überschwemmungen gab es auch im Inselstaat Madagaskar vor der Küste Afrikas sowie in Malawi und Sambia. In Madagaskar kamen dabei nach Angaben der Behörden seit Ende November elf Menschen ums Leben.

Das US-Frühwarnsystem für Hungersnöte meldete, Überschwemmungen würden aus mindestens sieben Ländern im Süden Afrikas gemeldet oder dort erwartet.