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Libreville (Gabun) – Er postete regelmäßig Bilder, auf denen er mit toten Tieren posierte. Mit Antilopen, Büffeln oder Löwen, die er erschossen hatte. Aus Spaß. Doch dieses makabre Hobby kostete US-Millionär Ernie Dosio (75) jetzt das Leben. In Afrika wurde er bei einer Jagd von einer Elefantenherde totgetrampelt.
Das berichten unter anderem die „Sun“ und der „Mirror“. Der Großwildjäger war demnach vor rund einer Woche im afrikanischen Dschungel auf der Jagd nach Antilopen, als es passierte.

Der Amerikaner war stolz auf sein makabres Hobby. Als er starb, war er gerade auf der Jagd nach einer seltenen Antilopenart
Foto: Bobby Hansen Safaris.
Elefanten kamen „wie aus dem Nichts“
Die Elefanten sollen den Berichten zufolge so gut versteckt gewesen sein, dass sie für den Großwildjäger und seinen Begleiter „wie aus dem Nichts“ auftauchten. Die aufgeschreckten Tiere stürmten wohl ohne Vorwarnung auf die beiden los. Dosio wurde von der Herde niedergetrampelt. Die „Sun“ zitiert einen pensionierten Großwildjäger, der mit Dosio befreundet war und Details kennt: „Als Ernie und der Berufsjäger im Wald waren, überraschten sie fünf Waldelefantenkühe mit Jungen, und da sich die Elefanten bedroht fühlten, griffen sie die beiden sofort an.“

Auch einen Löwen schoss der Amerikaner bei einer seiner Großwildjagden
Foto: Jamie Pyatt
„Man kann davon ausgehen, dass es schnell ging“
Der Berufsjäger wurde zuerst angegriffen und schwer verletzt. Ernie sei zurückgeblieben. „Ich möchte ungern ins Detail gehen, aber man kann wohl davon ausgehen, dass es schnell ging.“ Das Safariunternehmen „Collect Africa“, das Dosios Reise organisierte, bestätigte der „Daily Mail“, dass ihr Kunde in Zentralgabun nach einer Begegnung mit einer Elefantenherde ums Leben kam. Afrikanische Elefanten können bis zu sechs Tonnen schwer werden und erreichen Geschwindigkeiten von 40 km/h.

Die makabre Sammlung des Jägers. Tierköpfe zieren die Wände im Domizil des Amerikaners
Foto: Jamie Pyatt
Haus des Jägers zierten unzählige Tier-Köpfe
Zum Zeitpunkt seines Todes war Dosio auf der Jagd nach einer seltenen Antilopenart und hoffte, den Gelbrückenducker für seine umfangreiche Trophäensammlung erlegen zu können. Über Jahrzehnte hinweg jagte Dosio laut den Berichten einige der gefährlichsten Tiere der Welt, darunter Elefanten, Löwen und Büffel. In seiner Heimat war er außerdem dafür bekannt, dass er fast jede Wildhirschart für seine Sammlung jagte. Sein Leichnam wird nun von der US-Botschaft in seinen Wohnort in Kalifornien überführt. Sein Haus dort soll mit ausgestopften exotischen Tierköpfen geschmückt sein. Eine makabre Sammlung, die ihn nun das Leben kostete.