Atomenergie: Ruanda treibt den Infrastrukturausbau voran und plant, seinen ersten Reaktor bis 2030 in Betrieb zu nehmen
Kigali-Saba:
Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) gab am Freitag bekannt, dass Ruanda bedeutende Fortschritte bei der Entwicklung der notwendigen Infrastruktur für den Start eines sicheren und nachhaltigen Atomprogramms macht.
Dies geschah nach einer Bewertung, die von den Teams der Behörde auf Ersuchen der ruandischen Regierung durchgeführt wurde, wie die Webseite des Fernsehsenders Al-Mayadeen berichtet.
Ruanda strebt langfristig an, 60 bis 70 Prozent seines Strombedarfs durch Kernenergie zu decken. Dies ist Teil einer Strategie zur Verringerung der Abhängigkeit von traditionellen Energiequellen. Der erste kleine Kernreaktor soll voraussichtlich Anfang der 2030er-Jahre in Betrieb gehen.
Der Bericht der internationalen Organisation hob die Fortschritte bei der Ausarbeitung eines umfassenden Atomgesetzes sowie die Bemühungen zur Stärkung der regulatorischen Rahmenbedingungen für das Atomenergieprogramm hervor.
Es wurden auch Felduntersuchungen durchgeführt, um potenzielle Standorte für den Bau des Reaktors zu ermitteln.
Ruanda konzentriert sich auf den Einsatz kleiner modularer Reaktoren (SMRs), die eine geeignete Option für Länder mit begrenzten Stromnetzen darstellen, da sie im Vergleich zu konventionellen Reaktoren Flexibilität und niedrigere Kosten bieten.
Die Behörde bestätigte, dass der hohe Vorbereitungs- und Koordinierungsgrad der beteiligten Stellen das klare Bekenntnis der Regierung zur Fortführung des Atomprogramms widerspiegelt. Dieser Ansatz steht im Kontext der Bemühungen Ruandas, die Energiesicherheit zu stärken und die wirtschaftliche Entwicklung zu fördern.