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Bayern Münchens nächster Champions-League-Gegner FC Arsenal (Mittwoch, 26. November ab 21 Uhr, live bei DAZN und im Liveticker bei sportbild.de) zieht einen Schlussstrich: Nach acht Jahren beendet der Premier-League-Tabellenführer das Sponsoring durch das afrikanische Land Ruanda.
Man habe sich mit dem Rwanda Development Board „einvernehmlich“ auf ein Ende der Zusammenarbeit zum Saisonende geeinigt, teilten die Gunners mit. Bis dahin läuft Arsenal noch mit dem Schriftzug „Visit Rwanda“ auf dem Trikot-Ärmel auf. Laut englischen Medien brachte die Partnerschaft dem Klub jährlich rund zwölf Millionen Euro ein.
Das Ende des Sponsoren-Deals ist auch ein Erfolg für die Fans. Die hatten zuletzt wegen der Menschenrechtslage in Ruanda und Berichten über die angebliche Unterstützung von Rebellen in der Demokratischen Republik Kongo immer mehr Druck auf Arsenal gemacht.

Auch die Arsenal-Frauen laufen mit dem Schriftzug „Visit Rwanda“ auf dem Trikot-Ärmel auf. Hier das Shirt von Top-Star Chloe Kelly
Foto: Arsenal FC via Getty Images
Arsenal-Fans feiern Ende von Ruanda-Deal
Eine der aktivsten Fan-Gruppen: „Gunners for Peace“. Sie verteilten bei einem Heimspiel Armbinden, um den Schriftzug auf dem Trikot zu verdecken – und landeten mit ihrer ironischen Aktion „Visit Tottenham“ einen viralen Treffer. Jetzt zeigen sie sich zufrieden: „Wir alle wissen, dass Geld die Welt regiert, aber wenn die Fans sich zusammenschließen und ihre Stimme erheben, muss man ihnen zuhören“, schreibt „Gunners for Peace“ bei Instagram.
Auch beim FC Bayern war das Ruanda-Sponsoring ein großes Thema. Zwischen 2023 und Sommer 2025 warb der deutsche Rekordmeister für das Land – sichtbar auf den Banden in der Allianz Arena. Im August kündigte der Klub an, die Werbemaßnahmen zu beenden. Die Kooperation vor Ort solle jedoch fortgesetzt werden, unter anderem mit dem Aufbau einer Jugendakademie. Bayern-Fans hatten zuvor bereits gegen Qatar Airways protestiert – und später auch gegen das Ruanda-Sponsoring.
Trotz Arsenals Rückzug am Saisonende bleibt „Visit Rwanda“ im europäischen Fußball präsent: Paris Saint-Germain und Atlético Madrid werben weiterhin für das Land.
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Quelle: BILD/X19.11.2025